Chronik/Niederösterreich

Buch: Eine Zeitreise auf den Schienen des Weinviertels

Im Jahr 1962 kam mit der Wiener Schnellbahn der erste elektrifizierte Zug ins Weinviertel. Ende 1976 rauschten und rauchten die letzten Dampfloks im regulären Betrieb über die Weinviertler Schienen.

Meilensteine wie diese beleuchtet das Vater-Sohn-Duo Karl und Martin Zellhofer im neuen Band „Eisenbahnen im Weinviertel“. Begleitet werden die Geschichten von Bildern, die zum nostalgischen Schwärmen einladen.

Die beiden haben aus ihrem privaten Archiv zahlreiche Fotografien ausgewählt, die den Bahnbetrieb von den 1970er-Jahren bis zur Gegenwart dokumentieren.

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Zeitzeugenberichte

Dazu erzählen Zeitzeugen über nahezu verschwundene Berufe wie Schrankenwärter oder Schalterbeamter. So zum Beispiel Hans Niederl, der früher an der Personenkassa in Korneuburg gearbeitet hat, und im Kontakt mit den Reisenden in verschiedenste Rollen als Seelentröster, Reiseplaner oder Lebensretter geschlüpft ist.

Auch über nicht mehr gebrauchte Infrastruktur, wie die Zugförderung Mistelbach, kann man einiges erfahren. In der Mitte des letzten Jahrhunderts waren dort zeitweilig sogar mehr als 250 Eisenbahner beschäftigt. Nachdem der Bahnhof dann schon zu verfallen drohte, bietet er mittlerweile dem Verein „Neue Landesbahnen“ eine Heimat. Seitdem wird dort wieder fleißig an Zügen gewerkt, die dann beispielsweise Sonderfahrten unternehmen.

Am Ende des Buches gibt es noch einen Ausblick auf die Zukunft des regionalen Bahnverkehrs. Der neue Band ist ein echtes Highlight für Zugfans. Vor allem für solche aus dem Weinviertel.