Krafttraining ist eine Notwendigkeit

© Bild: fizkes/iStockphoto

Körperliche Inaktivität ist verantwortlich für neun Prozent aller Todesfälle weltweit. Laut einer Studie aus dem Jahr 2010 gehört die­se zu den zehn häufigsten Risikofaktoren für die Entstehung von Krankheiten.

Inakti­vität gilt deswegen als ein "Pandemiezu­stand" mit weitreichenden gesundheitli­chen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Folgen.

Und dennoch: 30 Prozent der Weltbevölke­rung kommen nach wie vor nicht auf das empfohlene Maß täglicher körperlicher Ak­tivität. Noch kritischer wird die Situation mit zunehmendem Alter: Bei den Über-60-Jährigen kommen ca. 45 Prozent nicht auf das empfohlene Maß körperlicher Belastung. Zieht man den Faktor "soziale Apathie" hin­zu, erhöht sich der Anteil bei den Über-75-Jährigen auf 75 Prozent.

Die Idee des Krafttrainings lebt von seiner Einsicht in die Notwendigkeit.

Werner Kieser |

Angesichts der prognostizierten demogra­fischen Entwicklung muss Inaktivität welt­weit zu einem öffentlicheAnliegen werden. Körperliche Aktivität und vor allem Krafttrai­ning sind keine Option, sondern eine Not­wendigkeit.

Doch was sind die Gründe r einen inakti­ven Lebensstil? Unabhängig von Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand werden Zeitmangel und mangelnde Studioverfügbarkeit bzw. schlechte Erreichbarkeit gerne vorgeschoben.

Fakt ist, dass sich eine Investition in den eige­nen Körper nicht nur heute, sondern durch Vererbung über Generationen hinweg aus­zahlt. Sie gewinnen nicht nur Muskelmasse und Kraft, sondern versorgen mit Krafttrai­ning alle mit dem Muskel interagierenden Systeme wie Herz, Gehirn oder Knochen.

Eiregelmäßiger Gebrauch des Muskelap­parates stellt die Grundlagr lebenswichti­ge Signale im Körper sicher.

Dr. Sc. ETH David Aguayo, Forschungsabteilung Kieser Training

© Bild: Verena Meier

Wichtig für die Motivation

Eine ausrei­chende Erholungsphase von zirka 48 Stun­den ist wichtig, damit sich Ihre Muskeln rgenerieren können. Ist die Erholungsphase zu kurz, bleiben im Folgetraining Ausführungsqualität und Intensität schnell auf der Strecke. Statt zu schnell zu viel zu wollen, sollten Sie sich lieber realistische Ziele ste­cken und Ihr Training in Frequenz und Aus­führung so gestalten, dass Sie dauerhaft motiviert dranbleiben.

Hier erhalten Sie alle Infos zum hochwirksamen Rückentraining.

Von Dr. Sc. ETH David Aguayo, Forschungsabteilung Kieser Training