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So bleibt Ihr Darm gesund

Langsam, aber sicher, werden Darmprobleme zum Leiden unserer Zeit. "Ob Umwelteinflüsse, Gene oder industriell hergestellte Nahrung – die Ursachen sind noch nicht klar", sagt Ernährungsberaterin Claudia Nichterl. Moderne, molekularbiologische Untersuchungsmöglichkeiten zeigen aber einen Zusammenhang mit der Zusammensetzung der Darmflora.

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"Vor allem die Vielfalt der Darmbakterien ist wichtig", betont Univ.-Doz. Alexander G. Haslberger, Department für Ernährungswissenschaften (Uni Wien). Und die konnte er jetzt in einer – kleinen – Studie (49 Teilnehmer) mit Reizdarmpatienten erhöhen. "Nicht immer spielen bei Verdauungsstörungen Krankheitserreger eine Rolle, sondern eher ein Ungleichgewicht der Darmbakterien." Eine Gruppe erhielt sechs Wochen lang spezielle Probiotika. Dazu wurden sogenannte Hydro-Colon-Therapien durchgeführt. Diese 45 Minuten dauernden Spülungen mit körperwarmem Wasser sind in den USA schon länger ein Trend. Sie sollen den Aufbau einer gesunden Darmflora unterstützen. Haslberger warnt aber vor zu hohen Erwartungen. Sowohl Probiotika als auch Darmspülungen könnten immer nur ein Teil eines Gesamtkonzepts sein.

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