Wirtschaft

Im Kampf um Dell zeichnet sich Lösung ab

Michael Dell, mit 16 Prozent Hauptaktionär und zugleich Firmenchef, will gemeinsam mit der Investmentgesellschaft Silver Lake die Macht im Konzern übernehmen. Dell bot den Aktionären bisher 13,75 Dollar je Aktie, das ist nur um wenige Cent mehr als der derzeitige Kurs, insgesamt 24 Milliarden Dollar. Viele Investoren halten das Offert aber zu niedrig. Am Freitag wurde das Angebot nochmals um 13 Cent pro Anteilsschein erhöht. Eine geplante außerordentliche Hauptversammlung wurde nun zum bereits dritten Mal verschoben (auf 12. September ). Bis dahin haben die Aktionäre Zeit zum Überlegen, ob sie Dells Angebot annehmen wollen.

Für den Preisaufschlag machte der Verwaltungsrat ein womöglich entscheidendes Zugeständnis. Bei der Abstimmung zählen nur noch die abgegebenen Stimmen, nachdem bisher nicht abgegebene Stimmen als Nein gewertet worden wären. Darüber gab es bis dato heftige Auseinandersetzungen, nicht nur mit dem Verwaltungsrat.

Gericht

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Denn Carl Icahn, Milliardär und Großaktionär, leistet seit Monaten Widerstand gegen die Übernahme. Icahn hält nicht nur das bisherige Offert für zu gering, er hegt auch eigene Übernahmepläne. Icahn wollte bereits vor der Aufstockung des Angebots die Änderung der Abstimmungsregeln gerichtlich verbieten lassen. Über die Klage ist noch nicht entschieden.

Wird das Offert von einer großen Mehrheit angenommen, will Dell den Konzern von der Börse nehmen, sanieren und strategisch neu positionieren.