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Promis über Conchita: "Das ist ein Schrei nach Freiheit"

Ich hab Conchita ganz oben auf meiner Liste als Favoritin gehabt", sagt Udo Jürgens (79), der sich gerade in Portugal erholt. 48 Jahre ist es her, dass der mittlerweile unumstrittene Superstar den Eurovision Song Contest für Österreich gewann. "Als ich sie das erste Mal im Fernsehen sah, war ich erschrocken", gesteht der Kärntner.

"Aber ich war sofort überzeugt von ihr, als ich sie sprechen hörte. Ich dachte, Donnerwetter, die denkt nach, das ist ein ernsthafter Mensch. Und als ich das Lied gehört habe, wusste ich, dass sie eine große Chance hat."

An der Punktevergabe imponierte Jürgens vor allem, dass "erzkatholische, erzreligiöse Länder" wie Spanien, Irland oder Israel der Österreicherin Höchstnoten gaben. "Das ist ein Schrei nach Freiheit", so Jürgens, der vermutet, dass sich nun alle an Conchitas Seite drängen werden – "auch die Politiker, die sie gestern noch verdammt haben".

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Viel Glück wünscht der Sieger von 1966 der Siegerin von 2014. "Meine Karriere kann man noch mit keiner anderen vergleichen, die ist einzigartig. Aber ich wünsche mir, dass es jemand wieder schafft. Es erfordert viel Ernsthaftigkeit und Stehvermögen. Conchita muss darauf gefasst sein, dass es nicht leicht wird, auch durch ihr Anderssein. Aber sie wird damit gut umgehen."
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Es war ein Sieg über die Kleingeisterei", freut sichWilfried Scheutz(63) über den ESC-Sieg von Conchita Wurst. Als er 1988 mit dem Lied "Mona Lisa" antrat, landete er auf dem letzten Platz. Nicht sein Song sei schlecht gewesen. "Auch meine Geschichte war rein politisch. Nur im negativen Sinn. Es war ein Protest der Teilnehmerländer im Waldheim-Wahljahr", sagt der erschlankte Sänger: "Was Conchita Wurst macht, finde ich fantastisch, obwohl ich kein Fan von Hymnensongs bin."
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Mit Tränen in den Augen verfolgten die ehemaligen ESC-TeilnehmerSimoneStelzer (44) und Hansi Kreuzmayr (68) aliasWaterlooden spannenden Fernsehabend. "Conchitas Gesicht und ihre Geschichte merkt sich jeder. Sie wird Furore machen und sicher im Ausland Erfolg haben", sagt die Patriotin, die 1990 mit ihrem Song "Keine Mauern mehr" gerade noch unter die besten Zehn kam. Waterloo hat auch gleich eine Idee für einen passenden Veranstaltungsort für den Wettbewerb 2015 in Österreich: "Warum reißen wir nicht die Hypo Alpe-Adria weg und bauen dort eine riesige Veranstaltungshalle?"
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Gary Lux(55), ESC-Teilnehmer aus 1985 und 1987, verfolgte die Darbietung von Wurst in Monte Carlo, wo er einen Auftritt hatte: "Conchita hat nicht nur berührt, sondern es auch verstanden, ein neues Bewusstsein zu schaffen. Sie ist ein Risiko eingegangen, das sich gelohnt hat. Jetzt ist sie eine Galionsfigur."
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IkoneMarianne Mendt (68) hat den Durchbruch ohne Song-Contest-Erfolg geschafft. Sie belegte 1971 mit "Musik" den 16. Platz, heute sagt der Promi mit 50 Jahren Bühnenerfahrung: "Ich habe mich in die Zeit vor 43 Jahren zurückversetzt, damals war ich so alt wie Conchita heute ist. Das Lied könnte ein Evergreen werden."
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Emotional bewegt gibt sich auch SchlagerstarPetra Frey(35), die sich 1994 mit "Für den Frieden der Welt" auf Platz 17 von 25 trällerte: "Conchitas Auftritt war ein magischer Moment, von dem ich meinen Kindern einmal erzählen werde. Sensationell, ihr stehen jetzt alle Türen offen. "

Der Werdegang von Conchita/Tom Neuwirth

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