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Hamilton gegen Vettel: Wer macht 2018 das Rennen?

Vettel gegen Hamilton. Es ist ein Duell, das sich lange angebahnt hat: Seit dem Einstieg der beiden in die Formel 1 im Jahr 2007 gab es nur drei Mal einen anderen Weltmeister (2007 Räikkönen, 2009 Button, 2016 Rosberg). Und ab sofort ist es ein Duell, das die Formel 1 noch nicht erlebt hat. Noch nie traten zwei Vierfach-Weltmeister gegeneinander an. Es geht um nicht weniger als um den Status des besten Rennfahrers einer Generation. „Ich weiß, wo ich stehe, und er weiß es auch“, betont Hamilton. Das kann alles und nichts heißen.

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Der 33-jährige Engländer ist ein Meister der Selbstinszenierung. Mehr als 15 Millionen Menschen lässt er via Facebook, Twitter und Instagram an seinem Privatleben teilhaben. „Die Dinge, die ein Fahrer abseits der Rennstrecke vollbringt, potenzieren seine Größe auf der Strecke“, sagt Hamilton. Er weiß, dass ein WM-Duell mit Vettel und – vielleicht wichtiger – mit Ferrari seine Figur noch heller erstrahlen lässt. Den Gewinn der letztjährigen Meisterschaft stellt er auf eine Stufe mit seinem Premierentitel 2008: „Ich hatte massive Konkurrenz durch das Team, das von allen als das beste eingeschätzt wurde.“

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Das Spannende an dem Zweikampf ist auch, dass Sebastian Vettel der Fleisch gewordene Gegenentwurf ist. Der 30-Jährige meidet das Rampenlicht so gut es geht. Nachdem nun sogar sein introvertierter Teamkollege Räikkönen Instagram entdeckt hat, ist Vettel der Einzige aus der aktuellen Pilotengeneration, der nicht in den Sozialen Netzwerken Gas gibt. Bis auf ein Interview für sein Haus- und Hofmedium Sportbild glänzte er den gesamten Winter über durch Schweigen.

Vettels einziger öffentlicher Auftritt in der Rennpause war jener beim Hahnenkammrennen. Und der soll nicht ohne Kalkül stattgefunden haben, meinen Vertraute. In Kitzbühel traf der Ferrari-Star auch auf Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Das Foto der beiden ging um die Welt und wird auch den feinfühligen Hamilton erreicht haben. „Man muss Lewis die Selbstverständlichkeit des Siegens nehmen“, erklärt Rosberg die Strategie gegen Naturtalent Hamilton. Der langjährige Vettel-Förderer, Ex-Pilot Gerhard Berger, ist überzeugt: „Sebastian hat den besten Instinkt dafür, wann sein Moment gekommen ist.“

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