Alaba: "Haben Potenzial für Top-Ten-Nation"
Laut David Alaba hat die österreichische Nationalmannschaft trotz der jüngsten Erfolge ihren Plafond noch lange nicht erreicht. Geht es nach dem ÖFB-Star, dann ist für die rot-weiß-rote Auswahl deutlich mehr als der aktuelle 14. Platz in der FIFA-Weltrangliste möglich.
"Wir haben sicher das Potenzial für eine Top-Ten-Nation, und ich würde lügen, wenn wir dort nicht hinwollen", erklärte der Wiener am Mittwoch in Wien, wo sich das Team von Marcel Koller auf die anstehenden EM-Qualifikationspartien am Samstag im Happel-Stadion gegen die Republik Moldau und am Dienstag auswärts gegen Schweden vorbereitet.
Hungrig und ehrgeizig
Der Startschuss für die ÖFB-Siegesserie fiel ausgerechnet gegen die Republik Moldau - nach dem hart erkämpften Auswärts-2:1 im vergangenen Oktober wurden zwölf Punkte in vier EM-Quali-Partien eingefahren. "Solche Spiele wie in Chisinau haben wir in der Vergangenheit öfters liegengelassen. Der Sieg damals hat uns als Mannschaft weitergebracht und Selbstvertrauen gegeben", meinte Alaba.
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Lob aus Deutschland
Der seither eingesetzte Aufschwung der österreichischen Auswahl wurde auch in Alabas Wahlheimat registriert. "Natürlich hat man das auch in Deutschland mitbekommen", erzählte der 23-Jährige und berichtete von lobenden Worten von Bayern-Kapitän Philipp Lahm oder Sportvorstand Matthias Sammer.
Dennoch sieht sich Österreichs zweifacher Sportler des Jahres künftig nicht wirklich im Abwehrzentrum. "Am wohlsten fühle ich mich im Mittelfeld oder links in der Viererkette", betonte Alaba, ergänzte aber auch: "Für mich persönlich ist es am wichtigsten, so viele Spiele wie möglich zu machen, egal wo."
Dies trifft auch für das Nationalteam zu, dem Alaba zuletzt beim 1:0 am 14. Juni in Russland wegen einer Knieverletzung fehlte. "Das Zuschauen war nicht einfach für mich. Es ist ein sehr geiles Gefühl, wieder dabei sein zu dürfen." Die Stimmung in der ÖFB-Mannschaft beschrieb der Bayern-Legionär als exzellent. "Wir sind locker drauf und voll fokussiert." Die Moldauer erwartet Alaba wie schon im Vorjahr als äußerst defensiv eingestellt. Eine Zitterpartie wie vor elf Monaten soll diesmal aber vermieden werden. "Wenn 50.000 Fans hinter uns stehen, ist das etwas ganz anderes", sagte Alaba.