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Die fünf peinlichsten Modellbezeichnungen: Gehört ihr Auto dazu?

Neue Modelle auf den Markt zu bringen, ist für Autobauer eine Millioneninvestition. Design, Technik, Ausstattung – alles wird bis ins kleinste Detail durchgeplant. Nur beim Namen patzen selbst große Marken immer wieder. Und zwar aufs Peinlichste. Und so setzten sie selbst tolle Autos dem Spot aus.

Denn: Der Name charakterisiert ein Auto, er bestimmt Persönlichkeit und Wertigkeit eines Modells. Er kann Eleganz, Elan oder Energiefreundlichkeit symbolisieren - oder eben das Gegenteil.

Da wir in einer globalisierten Welt leben, muss er international einheitlich gestaltet sein. Und genau bei den mangelnden Sprachkenntnissen der Hersteller liegt das Problem: Denn was in der einen Sprache schneidig klingt, ist in der anderen einfach nur peinlich.

Hier die Top Fünf der peinlichsten Autonamen.

Ford Kuga: "Freuen Sie sich auf ein sauberes SUV-Fahrerlebnis" - so wirbt der US-Autohersteller für seinen SUV. Kuga mag auf Englisch auch cool und kräftig klingen. Doch der Name des meist verkauften Plug-in-Hybrid in Europa bezeichnet in mancher Sprache genau das Gegenteil von sauber: Auf Slowenisch und Serbokroatisch bedeutet "Kuga" die "Pest". Ob man ihn in Schwarz möchte, sollte man sich gut überlegen.

Audi e-tron: Mit dem Begriff e-tron bezeichnet Audi seit 2019 ausschließlich seine Modelle mit rein batterieelektrischem Antrieb. Und ja - wir deutschsprachigen verstehen, wie das "e" gemeint ist.
Etwas weiter im Westen hat der Name, der pure Sportlichkeit und progressiven Luxus symbolisieren soll, aber einen wirklich übelriechenden Beigeschmack: Im Französischen heißt "étron" nämlich Kothaufen. Audi bleibt dennoch dabei - mit Erfolg. Trotz des ungustiösen Namens belegte der Audi Q4 Sportback e-tron bei der Wahl zum "Lieblingsauto 2023" der  - ja auch französischsprachigen - Schweiz gerade den zweiten Platz.

 

 

 

Lamborghini Reventón: Auch Lamborghini hat in Sachen Namensgebung wohl den Patzer - oder sollte man sagen Platzer? - abgeliefert. Der "Reventón" planmäßig wurde nach einem Kampfstier benannt, ganz im Sinne der Lamborghini-Tradition. Reventón bedeutet im Spanischen "kleine Explosion", wenn es als Substantiv verwendet wird.  Im Automobilbereich bedeutet es aber "Reifenpanne", wenn es als Substantiv verwendet wird.
Gut, dass der teure Namens-Patzer ein  limitiertes Sondermodell blieb: Von den ursprünglich 20 Coupés wurden 10 in die Vereinigten Staaten, sieben nach Europa, eines nach Kanada und zwei nach Asien geliefert. Ein neuer Lamborghini Reventón kostete bei Marktstart übrigens 1.000.000 Euro beziehungsweise 1.100.000 Euro. Damit ist der italienische Edel-Sportwagen der teuerste Lamborghini aller Zeiten.

Mitsubishi Pajero: In den heimischenTälern sieht man ihn meist in Grün: Der Geländewagen des japanischen Autoherstellers befand sich bis 2021 in Produktion. Was bei uns gut klingt und uns sicher über Forstwege bringt, will in der spanischsprechenden Welt keiner in der Garage stehen haben. Denn gut gemeint ist nicht gut gemacht: Der Modellname Pajero wurde dem "Leopardus colocolo pajeros", einer Katzenart aus den Anden, entliehen, die in unwegsamen Gebirgszügen Südamerikas lebt. Leider heißt  Pajero auf Spanisch aber "Wichser". Daher fährt er in Latinoländern als "Montero" herum.

 

Mazda Laputa: Ähnlich erging es dem Kleinstwagen, den Madzda bis 2006 anbot. Auf den Namen Laputa kam man, weil der Namensgeber das Buch "Gullivers Reisen" mochte. Was die Japaner nicht mitbedacht hatten: Für den Vertrieb in spanischsprachigen Ländern ist das ein echtes No-Go, da das spanische "la puta" peinlicher Weise "Hure" bedeutet.

Besser mitgedacht hat man da bei Honda. Der "Jazz" sollte ursprünglich nämlich international den Namen "Fitta" tragen. Gut, dass man umgeschwenkt hat. Im Schwedischen ist das nämlich eine vulgäre Bezeichnung für weibliche Geschlechtsorgane.