Meinung

Die ÖFB-Reform im Kinderfußball: Bälle für die Kleinsten

Österreichs Klubfußball jubelt über Rang acht in der UEFA-Fünfjahreswertung, verbunden mit einem fixen Platz in der Champions League; der ÖFB hat zig Legionäre in großen Ligen; das Nationalteam der Männer hat die Chance, sich für das dritte Großereignis innerhalb von sechs Jahren zu qualifizieren; Österreichs Frauen fahren im Juni zur EM – bei der jüngsten 2017 schafften sie es bis ins Halbfinale.

Ein Kritikpunkt wird dennoch immer wieder geäußert: Jener, wonach in Österreichs 13 Fußball-Akademien zu viele gleichartige Spieler ausgebildet würden, zu viel Taktik geschult werde und deshalb an der Spitze, beim A-Nationalteam, zu wenige Straßenfußballer à la Arnautovic zu finden seien.

Tatsächlich: Der Anteil an Dribblern könnte höher sein. Dass die Ursache dafür in den Akademien zu finden ist, darf aber bezweifelt werden. Ebendort werden Jugendliche auf den Spitzenfußball vorbereitet. Im physischen Bereich gleichermaßen wie im technisch-taktischen. Auch deshalb stellt der ÖFB den Kinderfußball ab Sommer neu auf und ermöglicht damit den Kleinsten 60 Prozent mehr Ballaktionen, über 148 Prozent mehr Torerfolge und sogar 270 Prozent mehr Dribblings. Denn eines ist unbestritten: Wer zum Akademie-Eintrittsalter mit 14 Jahren noch kein Dribblanski ist, der wird auch keiner mehr werden.

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