Kultur

Louvre meldet 7,8 Millionen Besuche im Jahr 2022

Die Touristen und Museumsfans kommen überraschend schnell zurück, wenn auch noch nicht in den gleichen Mengen wie vor der Pandemie: Diese Botschaft sendete am Donnerstag der Pariser Louvre, das meistbesuchte Museum der Welt, aus. Im Jahr 2022 zählte das Haus demnach 7,8 Millionen Besuche.

Dass die Zahlen noch immer 19 Prozent unter dem Niveau des Vor-Pandemiejahres 2019 liegen, führte das Museum darauf zurück, dass es im ersten Halbjahr 2022 noch deutliche Einschränkungen der Reisetätigkeit gegeben habe. Im Sommer, Herbst und Winter verzeichnete man aber einen "stark positiven Trend", hieß es.

Als Überraschung kam die Ankündigung, dass das Management des Museums beschlossen hatte, künftig eine tägliche Obergrenze von 30.000 Besuchern einzuführen, um "einen angenehmeren Besuch und bessere Arbeitsbedingungen für die Angestellten" zu ermöglichen. Bisher war die Obergrenze bei 45.000 Personen pro Tag gelegen. Den teils endlosen Schlangen vor der Pyramide wolle man durch das System von Zeitfenster-Karten, das sich bewährt habe, sowie durch Abendöffnungszeiten entgegenwirken, hieß es.

40 Prozent zahlen nichts

Laut der für 2022 erhobenen Zahlen kamen 70 Prozent der Louvre-Besucherinnen und -Besucher kamen demnach aus dem Ausland, wobei Gäste aus den USA anteilsmäßig die größte Gruppe bildeten (18%). Asiatische Gäste seien weiterhin großteils abwesend gewesen, hieß es in der Aussendung - eine Beobachtung, die sich auch mit Berichten aus Tourismusdestinationen anderswo deckt.

60 Prozent der Louvre-Publikums war das erste Mal im Museum, der Anteil der Unter-25-Jährigen lag bei stolzen 45 Prozent. Da der Louvre in der EU lebenden Menschen bis zum 26. Lebensjahr freien Eintritt gewährt - außerhalb des EU-Raums zahlen Unter-18-Jährige nichts - lag der Anteil jener Personen, die mit freiem Eintritt ins Museum kamen, bei 40 Prozent. Regulär kostet ein Eintritt bei Online-Buchung derzeit 17 Euro.