Leben/Essen & Trinken

Voll im Trend: Fermentiertes von Salzzitronen bis Miso im Augora

Als vor einigen Jahren dänische Starköche damit begannen, Lebensmittel zu fermentieren, mit Hefekulturen und Bakterien zu arbeiten, galt das noch als schräger Gourmet-Spleen, der sich wohl nie durchsetzen würde. Irrtum, denn nicht nur Kimchi und Sauerteigbrot sind Alltag geworden, auch Miso, Kombucha, Tempeh und Shoyu finden immer mehr Fans, die das selbst herstellen und damit kochen.

Einer von ihnen war und ist Alexandra Liberda, studierte Archäologin, die lange in der IT-Entwicklung arbeitete und Fermentation als Hobby betrieb. Vor einem Jahr machte sie mit Bekannten ein kleines Suppen- und Fermentations-Pop-up, fand Gefallen an der Gastronomie und eröffnete nun ihr „Augora“: Ein hübsches Geschäft, in dem man allerlei Fermentiertes von Salzzitronen, Kombucha, Sauerbier und Sauce aus fermentierten Chilis bis zu wirklichen Spezialitäten wie diverse Starterkulturen, selbst gemachtes Tempeh, Koji (fermentierter Reis) und Miso aus allerlei Nüssen bekommen kann. Das dazugehörige Café ist derzeit zwar zu, gekocht wird allerdings trotzdem.

Und zwar nicht nur außergewöhnlich gut, sondern immer auch unter Einsatz eines oder mehrerer „Fermente“. Jeden Tag etwas anderes, einmal etwa in Miso mariniertes Lamm mit Oliven, Salzzitronen, gekeimten Sojabohnen und Miso-Dressing, großartig, ein anderes Mal Kartoffeln mit selbst gemachtem Eichel-Miso, Röstzwiebeln, geröstetem Speck, Baby-Mangold und Kräuter-Labneh (vegetarisch 9,80 €, mit Fleisch 11,80 €). Außergewöhnlich und außergewöhnlich gut! Abgefüllt wird übrigens in Rex-Gläser, die man zurückbringen kann.

Augora
Wien 6, Stumpergasse 1A,
Tel: 0660/300 09 09,
Di-Fr 10.30-18,
www.augora.at

Bewertung:
Essen: 39 von 50
Service: 9 von 10
Getränke: 13 von 15
Verpackung: 25 von 25
Gesamt: 86 von 100

florian.holzer@kurier.at

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