Chronik/Wien

Spekulation um eigene Liste von Stenzel geht weiter

Nach wie vor lässt Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel offen, ob sie mit einer eigenen Liste bei der kommenden Wien-Wahl antritt. So soll auch ÖVP-Bezirksrätin Maria Graff angesprochen worden sein, ob sie auf der Liste von Stenzel kandidieren möchte. Partei-Insider geben Stenzel aber wenig Chancen: "Der erste Platz ist für sie kaum zu gewinnen", sagt ein hoher VP-Funktionär. "Dazu fehlt ihr die Organisation und vor allem Geld."

Seit Jahren tobt der Machtkampf zwischen Stenzel und ihrem einstigen Stellvertreter Markus Figl, der nun Spitzenkandidat ist. "Bei jedem anderen hätte sie sich zurückgenommen", sagt ein schwarzer Funktionär. Das Gefährliche für die ÖVP: Kandidiert Stenzel, würden sich die bürgerlichen Stimmen aufteilen. Der lachende Dritte könnte die SPÖ sein.

Das neueste Gerücht: Altbundeskanzler Wolfgang Schüssel – ihm hat Stenzel ihre Karriere zu verdanken – soll die streitbare Bezirkschefin zur Räson bringen. ÖVP-Landeschef Manfred Juraczka bleibt gelassen: "Es gibt nächste Woche einen Gesprächstermin mit Stenzel". Gerüchte kommentiere er nicht.