Chronik/Wien

Massiver Protest gegen geplante Teilung der Buslinie 13A

Heftige Reaktionen löst der KURIER-Bericht über die mögliche Zweiteilung der Buslinie 13A im Zuge der Bauarbeiten für die U2 aus. In einer in dieser Breite ungewohnten Allianz erteilen nun die SPÖ-Bezirksvorsteher der Bezirke 4, 5, 6 und 9 sowie der SPÖ-Parteichef in der Josefstadt gegen diese Pläne mobil: "Die drohende Teilung des 13A bedeutet nicht nur eine massive Qualitätseinbuße für die Fahrgäste, sondern auch eine ungebührliche Belastung für die Menschen in unseren Bezirken", warnen sie in einer gemeinsamen Aussendung.

Der grüne Bezirksvorsteher des 7. Bezirks, Markus Reiter, wird aufgefordert, seine ablehnende Haltung rasch zu überdenken und der - von allen Experten als die  beste Variante  genannte Route -  „Neubaugasse“, oder zumindest - als Kompromiss zur Verhinderung der Teilung - der zweitbesten Variante „Zollergasse“ zuzustimmen.

Kritik kommt auch von der Arbeiterkammer: „Der 13A ist die meist genutzte Buslinie der Stadt und transportiert pro Jahr 15 Millionen Fahrgäste. Für sie braucht es eine kundenorientierte Lösung im Streckenstreit“, sagt Thomas Ritt, Leiter der Abteilung für Kommunalpolitik.

Ritt sieht in dem Streit um den 13A ein Musterbeispiel dafür, dass in Wien grundsätzlich die Kompetenzverteilung zwischen Stadt und Bezirken in Wien gerade in Verkehrsfragen geklärt werden muss. „Wo stadtweite Interessen berührt sind, muss auch die Stadt übergeordnete Entscheidungen treffen. Bezirks-Alleingänge dürfen nicht zum Nachteil von so vielen Fahrgästen werden.“

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