Chronik/Tirol

Innsbruck hat schon wieder einen neuen Vize-Bürgermeister

Der Innsbrucker Gemeinderat hat Andreas Wanker (ÖVP) am Donnerstagvormittag mit großer Mehrheit - 29 von 39 abgegebenen Stimmen - zum Vize-Bürgermeister von Innsbruck gewählt. Es ist die vierte Rochade auf einer Bürgermeister-Stellvertreter-Position seit den Gemeinderatswahlen 2018.

Wanker ist ein Urgestein im Innsbrucker Stadt-Parlament. Er folgt auch den inzwischen von der ÖVP ausgeschlossenen Johannes Anzengruber, der bei den Wahlen im April mit einer eigenen Liste antritt. Anzengruber hatte wiederum das Amt des 2. Vize-Bürgermeisters 2020 nach dem Rückzug von Franz Gruber und in der Folge ausgebrochenen internen Grabenkämpfen erobert.

Beginn von Abwahlserie

Zudem gab es in den vergangenen Jahren zwei Rochaden auf der Position des 1. Stellvertreters von Bürgermeister Georg Willi. 2019 wurde erstmals in der Innsbrucker Stadt-Geschichte ein(e) Vize-Bürgermeister(in) abgewählt. Ex-Stadtchefin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) wurde 2019 mit Unterstützung ihres damaligen grünen Koalitionspartners aus dem Amt gekegelt.

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Ihr folgte die grüner Verkehrsstadträtin Uschi Schwarzl nach. Die wiederum Ende 2020 mit Stimmen aus der damals noch bestehenden Vierer-Koalition (Grüne, ÖVP, Für Innsbruck und SPÖ) abgewählt wurde. Dass schließlich Markus Lassenberger (FPÖ) mit einer Mehrheit bei der folgenden Wahl zum Vize-Bürgermeister erhielt, war für Willi der Grund, die Koalition auch formal zu beenden.

Wanker wurde nach seiner Kür von LH-Stellvertreter Georg Dornauer angelobt. Er will nach den Gemeinderatswahlen (14. April) bzw. der Konstituierung eines neuen Gemeinderats in Politik-Pension gehen.