Chronik/Steiermark

Steiermark: Falsche Polizisten bringen älteren Mann um viel Bargeld

Im Bezirk Graz-Umgebung ist wieder ein älterer Mann auf falsche Polizisten hereingefallen, die sich des Kautionstricks bedienten. Der Steirer übergab am Donnerstag im Glauben, damit einer Verwandten nach einem Unfall aus der Patsche zu helfen, einen hohen Betrag aus Bargeld und Goldmünzen. 

Die Übergabe erfolgte in Graz an einen "Vertreter der Staatsanwaltschaft", teilte die Polizei am Freitag mit. Erst als dem Mann die Sache seltsam vorkam, verständigte er die echte Polizei.

Erprobte Masche

Eine unbekannte Frau war am Donnerstag mit dem Steirer telefonisch in Kontakt getreten. In gewohnter Weise erfolgte dabei schon die Manipulation des Opfers. Die Betrügerin gab sich als Polizistin aus und machte dem Mann weis, eine Verwandte habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Er müsse nun eine Kaution hinterlegen, um die Untersuchungshaft zu verhindern. 

Der Mann begab sich in seine Bank und holte dort Bargeld und Goldmünzen. Dann fuhr er den Anweisungen der falschen Polizistin gemäß mit seinem Pkw nach Graz und händigte gegen 13.00 Uhr einem sogenannten "Abholer" die Wertsachen aus.

Kriminalisten des Landeskriminalamtes Steiermark übernahmen die weiteren Ermittlungen. Dabei wurden auch mögliche Spuren des "Abholers" am Fahrzeug des Steirers gesichert. Die Polizei wies nach zahlreichen Fällen in den vergangenen Jahren zum wiederholten Male darauf hin, keinen Unbekannten am Telefon Glauben zu schenken, wenn sie sich als Polizisten ausgeben und Geld verlangen.