Chronik/Österreich

40 Kinder und fünf Lehrer in Salzburg an Noroviren erkrankt

Am Donnerstag haben sich in der Volksschule Parsch in Salzburg dann ganz schnell die Reihen gelichtet. Denn 40 Kinder und fünf Lehrer waren fast gleichzeigt erkrankt und mussten die Schule verlassen. 

Das Salzburger Gesundheitsamt vermutet, dass es sich bei allen um eine Noroviren-Infektion handelt, wie dessen Leiter Rainer Pusch bestätigte. Auf Anweisung des Gesundheitsamtes werden in der betroffenen Schule von den Reinigungskräften nun Flächendesinfektionen durchgeführt und dem Personal Hand-Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. 

Die Eltern werden von der Direktion über die Lage informiert. Insgesamt hat die Volksschule Parsch 234 Schülerinnen und Schüler, die von 19 Lehrkräften unterrichtet werden.

Schulessen ist nicht Verursacher

Das vom Seniorenwohnhaus Hellbrunn an viele Kinder-Bildungs- und Betreuungseinrichtungen der Stadt gelieferte Essen dürfte – nach übereinstimmenden Aussagen der Fachleute –nicht für den Krankheitsausbruch verantwortlich sein, versichert die Stadt in einer Aussendung.

Städtisches Schulamt und Kindergartenreferat hätten dazu in anderen Betrieben nachgefragt: Es gibt keine Auffälligkeiten. Im Hort Parsch, der ausschließlich Kinder der betroffenen Volksschule betreut, seien derzeit sechs Buben krankgemeldet. Auch hier seien sicherheitshalber Schritte zur Desinfektion eingeleitet worden.

Hygiene sehr wichtig

Pusch betont in dem Zusammenhang: „Gegen Noroviren gibt es keine Impfung. Ihre Übertragung erfolgt über Tröpfchen- bzw. Schmierinfektion. Der Kontakt mit Ausscheidungen Erkrankter ist entscheidend. Daher ist entsprechende Hygiene und Händedesinfektion wichtig. Auf häufiges Händewaschen sollte ohnehin nie vergessen werden.“

Die Erkrankung selbst beginne mit starkem Durchfall und Erbrechen, so der Chef des Gesundheitsamtes. Dazu kämen häufig Bauch- und Muskelschmerzen, leichtes Fieber und Kopfschmerzen. „Die Beschwerden klingen zumeist nach wenigen Tagen vollständig ab“, erläutert Pusch. Bei anhaltenden Beschwerden und einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes sollte aber jedenfalls ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden, rät Pusch.