Chronik/Niederösterreich

Kulturszene wird komplettiert

Spaten waren am Samstag allgegenwärtig in Krems/Stein, bekamen doch mehr als 400 Zuschauer eine Schaufel in die Hand. Sie sollten gleich symbolisch am Bau der neuen Landesgalerie Niederösterreich – früher Kunstmuseum genannt – mitarbeiten. Landeshauptmann Erwin Pröll schwang gemeinsam mit Bürgermeister Reinhard Resch, den Architekten Bernhard und Stefan Marte sowie dem Künstlerischen Direktor Christian Bauer den Spaten, um die Bauarbeiten offiziell zu beginnen.

Höhepunkt

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"Der heutige Spatenstich ist etwas ganz Besonderes für das Kulturland Niederösterreich", betonte Pröll. Mit diesem könne man einen "Höhepunkt im Ausbau der niederösterreichischen Kulturszenerie" feiern. Das Land nähere sich einem Punkt, wo die kulturelle Infrastruktur "ziemlich komplettiert ist", sagte der Landeshauptmann.

Gegenüber der Kremser Kunsthalle wird das moderne Gebäude des Vorarlberger Architektenduos errichtet. Architekt Bernhard Marte beschrieb das Aussehen des künftigen Museums als "einen gedrehten Würfel, der sich an den historischen Bauten, an der Ordnung der Stadt, orientiert". Eine große Terrasse in einer Höhe von 18 Metern soll einen Ausblick auf die Donau bis Stift Göttweig bieten. 35 Millionen Euro soll der Bau kosten und die Schätze des Kunstarchivs des Landes für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Auf 3000 m² Ausstellungsfläche sollen die Exponaten des Landes, die bis jetzt in Depots lagerten, gezeigt werden. "Wir haben einen reichen Schatz an kulturellen Exponaten – sechs Millionen an der Zahl und rund 1,5 Milliarden Euro an Wert, die wir in den Depots gelagert haben", erklärte Pröll. Auch Privatkollektionen sollen präsentiert werden.

Die Landesgalerie soll Kompetenzzentrum für zeitgenössische Künstler und bildende Kunst werden. Die erste Schau soll 2018 eröffnet werden. www.landesgalerie-noe.at