Chronik/Burgenland

Radwegenetz wird attraktiver: Mehr Förderungen für Ausbau

Das Burgenland ist zwar bekannt für die wunderschönen touristischen Radwege, für Alltagswege wird das Fahrrad aber derzeit nur selten verwendet. Dabei ist die Hälfte der von den Burgenländern zurückgelegten Wege kürzer als 5 Kilometer. Gleichzeitig hat das östlichste Bundesland allerdings den höchsten Motorisierungsgrad in ganz Österreich: Auf 1.000 Einwohner kommen 668 Pkw.

Deshalb wurde die Mobilitätszentrale beauftragt, auf Basis des 2018 erstellen Masterplans Radfahren ein neues Radbasisnetz auszuarbeiten. In den Bezirken Neusiedl am See, Mattersburg, Oberpullendorf und Jennersdorf sind diese Planungen bereits abgeschlossen, als nächstes werden die Basisnetze für Oberwart und Eisenstadt erstellt.

Mehr Förderungen

Im Fokus stehen dabei schnelle und sichere Verbindungen zwischen Zielpunkten des Alltags, also Wohngebieten, Schulen, Einkaufszentren und Verkehrsknotenpunkten wie Bahnhöfen. Allerdings geht es nicht nur darum, neue Radwege zu schaffen, sondern bestehende Straßen zu nutzen und für Radfahrer attraktiver zu gestalten. „Ab sofort gibt es im Burgenland Förderungen für Alltagsradwege, denn bisher wurden nur touristische Radwege gefördert. Die Richtlinien dafür werden derzeit ausgearbeitet“, sagt Verkehrslandesrat Heinrich Dorner, der Radwege bei der Planung von Straßenbauvorhaben künftig besser berücksichtigen will. Gerade in ländlichen Strukturen sei es wichtig, umweltfreundliche Mobilitätsangebote zu erhalten und zu verbessern. Mobil sein, ohne auf den eigenen PKW angewiesen zu sein, sei auch wichtig für die soziale Inklusion aller Gesellschaftsschichten und Altersgruppen.

Positive Aspekte

Mehr Rad fahrende Burgenländer hätten jedenfalls laut den Verantwortlichen in der Landesregierung verschiedene positive Effekte – sowohl für den einzelnen als auch für die Gesellschaft an sich – Stichwort gesünderer Lebensstil und Klimaschutz durch -Vermeidung.

Das Land hat sich zum Ziel gesetzt, die mit dem Rad zurückgelegten Wege bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln. Forciert wird das mit der Aktion Burgenland radelt, bei der jeder gefahrene Kilometer auf der Homepage www.burgenland.radelt.at gemeldet werden kann. Im Vorjahr wurden im Zuge der Aktion von 178 Personen 24.668 burgenländische Kilometer zurückgelegt.