Wissen/Gesundheit

Warum FFP2-Masken auf der Skipiste nicht nass werden dürfen

Alles andere als geklärt ist die Frage der FFP2-Maskenpflicht. Einige Skigebiete knüpfen daran sogar die Entscheidung, ob sie aufsperren oder nicht. Neben dem Widerstand der Touristiker, die einen massiven Mehraufwand befürchten, gibt es auch Bedenken zur Sinnhaftigkeit.

Aber dürfen FFP2-Masken überhaupt nass werden?

Miranda Suchomel, Leiterin des Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie der Med Uni Wien: "Unabhängig vom Material muss ein durchfeuchteter Mund-Nasen-Schutz ausgewechselt werden. Generell bietet ein Mund-Nasen-Schutz, ob aus Stoff oder als FFP2 zertifiziert, keinen Schutz, wenn er feucht ist. Ob er dabei durch intensives Sprechen oder durch Schnee feucht wurde, spielt keine Rolle."

Im optimalen Fall gehört ein durchfeuchteter Mund-Nasen-Schutz entsorgt. "Um Ressourcen zu sparen, empfehlen wir den feuchten Mund-Nasen-Schutz vollständig trocknen zu lassen. In der Zwischenzeit muss eine Ersatzmaske getragen werden. Das sollte im Büro genauso wie beim Skifahren praktiziert werden."

In der Praxis müssten also Skifahrer mehrere FFP2-Masken mitnehmen: "Wenn diese nach der Lift- oder Gondelfahrt durchfeuchtet ist, müsste man sie bei der Station abnehmen und durch eine trockene Ersatz-FFP2-Maske ersetzen. Nachdem man durchfeuchtete Masken auf der Piste nicht trocknen kann, müsste man ausreichend viele Masken mit sich führen."

Auch die Skigebiete appellieren, FFP2-Masken mitzubringen. Nicht für jeden Gast wird eine an der Kassa bereitliegen können.