Wirtschaft

Fekter will Taten gegen Geldwäsche sehen

Die erste Hürde Richtung Hilfspaket hat Zypern mit der Wahl einer neuen Regierung im Februar geschafft. Nun sollen bis Ende März die Bedingungen ausverhandelt werden. Die Insel benötigt 17 Milliarden Euro, bis längstens Mai reicht das Geld noch.

Die Euro-Finanzminister tagten Montagabend erstmals mit dem neuen zypriotischen Finanzminister Michalis Sarris in ihrer Mitte; bei der Sitzung sollten die Eckpunkte eines „memorandum of understanding“ für die Hilfe ausverhandelt werden.

Zwei Faktoren machen die Zypern-Hilfe schwierig: Der überproportional große Bankensektor – zehn Milliarden der Hilfsgelder werden hierfür benötigt. Und der Verdacht der weit verbreiteten Geldwäsche, die durch zypriotische Gesetze begünstigt wird. „Die kleine Volkswirtschaft kann den großen Bankensektor fast nicht schultern “, sagte Finanzministerin Maria Fekter. Sie fordert, dass vor Auszahlung von Hilfsgeldern „die strengeren Geldwäsche-Richtlinien nicht nur Gesetz sind, sondern auch von den Banken umgesetzt werden“. Außerdem müsse es ein Stiftungsverzeichnis geben, um anonyme Trusts abzuschaffen. „Auch die Eigenart der anonymen Geschäftsführer für Unternehmen wollen wir eliminiert sehen“, sagte Fekter.