Wirtschaft

Schuhhändler Reno ist insolvent: 1.000 Mitarbeiter betroffen

Der Osnabrücker Schuhhändler Reno ist nur sechs Monate nach dem Eigentümerwechsel insolvent. Am Amtsgericht Hameln wurde sowohl gegen den Mutterkonzern Reno Schuhcentrum GmbH als auch die Tochter Reno Schuh GmbH ein Insolvenzverfahren eröffnet, wie das Gericht am Mittwoch bestätigte. Auch das deutsche Unternehmen selbst bestätigte dies über eine Medienagentur. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Immo Hamer von Valtier bestellt.

Reno betreibt laut Unternehmensangaben derzeit rund 180 Filialen und beschäftigt insgesamt rund 1.000 Mitarbeitende. Der eingereichte Insolvenzantrag betrifft demnach nur die deutschen Filialen - nicht die Schwester-Unternehmen von in Österreich und der Schweiz.

Die kriselnde Schuhhandelskette hatte erst vor einem halben Jahr einen neuen Eigentümer bekommen. Ende September hatte die HR Group den Schuhhändler an die cm.sports GmbH in Kooperation mit GA Europe verkauft.

Die Österreich-Gesellschaft

In Österreich betreibt die HR Group GmbH mit Sitz in Leobersdorf laut Firmencompass mit 160 Mitarbeitern (2021) 32 Reno-Filialen. Auffällig dabei ist, dass ein Bilanzverlust (zum Stichtag 30. September 2021) mit rund 17,73 Millionen Euro ausgewiesen wird, davon entfallen 17,91 Millionen Euro auf einem Verlustvortrag aus den Vorjahren. Die Verbindlichkeiten werden mit 5,1 Millionen Euro beziffert. Die österreichische HR Group GmbH, vormals Reno Schuhe GmbH, gehört der insolventen deutschen Mutterfirma Reno Schuhcentrum GmbH.

Unter www.reno.at heißt es auf der Firmenhomepage:
 

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