Wirtschaft

Millionenpleite einer bekannten Brauerei: Fortbetrieb bewilligt

"Das Gericht bewilligte jedenfalls den Fortbetrieb des Unternehmens, da laut derzeitiger Einschätzung der Insolvenzverwalterin der Fortbetrieb positiv ist und bei Umsetzung weiterer Reorganisationsmaßnahmen auch eine nochmalige Sanierung gelingen kann", sagt Peter Stromberger vom KSV1870.

Die Rede ist von der Brauerei Grieskirchen GmbH. Im März eröffneten Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über die Brauerei Grieskirchen GmbH hat die Schuldnerfirma nunmehr einen weiteren Schritt Richtung der angestrebten Sanierung absolviert. Am Landesgericht Korneuburg hat laut KSV1870 am 18. April 2024 die Berichts- und Prüfungstagsatzung stattgefunden.

161 Gläubiger haben Forderungen in Gesamthöhe von 3,9 Millionen Euro angemeldet, die von der Insolvenzverwalterin in der Höhe von 3,2 Millionen Euro anerkannt wurden

Der Hintergrund

"Die Schuldnerin hat bereits im Jahr 2020 einen Sanierungsplan mit den Gläubigern abgeschlossen und nach eigenen Angaben auch erfüllt. Im Anschluss kam es jedoch zu einem starken Anstieg der Energie- und Produktionskosten, der das Unternehmen vor besonderen Herausforderungen stellt, weil die Bierproduktion mit einem hohen Energieaufwand verbunden ist. Auch die gestiegenen Personalkosten belasten laut eigenen Angaben die Liquidität der Schuldnerin", so der KSV1870. "Das Unternehmen hat den Gläubigern bereits bei Verfahrenseröffnung einen Sanierungsplan angeboten, welcher aus den laufenden Einnahmen des Unternehmens finanziert werden soll. Die Abstimmung der Gläubiger über diesen Sanierungsplan, der auf Zahlung einer Quote von 20 Prozent binnen zwei Jahren lautet, wird laut KSV1870 am 6. Juni 2024 am Landesgericht Korneuburg stattfinden."