Wirtschaft

Argentinien: Schuldenstreit nach 14 Jahren beigelegt

14 Jahre. So lange hat es gedauert, bis sich Argentinien und US-Gläubiger im Schuldenstreit geeinigt haben. Die Vereinbarung entspreche in etwa einem Vorschlag, den Argentinien am 5. Februar vorgelegt habe, teilte der gerichtlich bestellte Vermittler Daniel Pollack am Dienstag mit. Dieser sah die Zahlung von 6,5 Milliarden Dollar in bar an Gläubiger vor.

Die klagenden Gläubiger, die sich einer früher ausgehandelten Umschuldung verweigern, sind vor allem Hedgefonds, die im vergangenen Jahrzehnt nach der Staatspleite fast wertlose Schuldtitel des Landes aufgekauft hatten und die volle Rückzahlung von insgesamt rund neun Milliarden Dollar fordern.

Voraussetzung ist nach Angaben von Pollack, dass das argentinische Parlament zustimmt und die Anordnung eines New Yorker Gerichts aufgehoben wird.

Argentinien braucht wieder Geld

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Die Einigung mit den Investoren könnte Argentinien helfen, wieder Zugang zu den internationalen Kreditmärkten zu bekommen. Dies strebt der neue Präsident Mauricio Macri an. Argentinien benötigt dringend Geld, um seine marode Infrastruktur zu sanieren. Zudem wären geringere Finanzierungskosten eine willkommene Hilfe für Unternehmen und Regionen in der drittgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas.