Wirtschaft

Am Pfingstwochenende werden Treibstoffpreise steigen - Diesel zu teuer

Der Preis für die Rohöl-Sorte Brent ist seit Mitte Mai um 16 Prozent gesunken, an den Tankstellen haben die Autofahrer aber bisher nichts davon. Im Gegenteil. Die monatliche ÖAMTC-Analyse der Kraftstoffpreise bringt den österreichischen Autofahrern wenig Grund zur Freude: Die Spritpreise sind auch im Mai wieder gestiegen. Mit 1,246 Euro je Liter ist Diesel im Vergleich zum April um 1,7 Cent teurer geworden, für Super zahlte man mit 1,308 Euro je Liter sogar um 3,9 Cent mehr.

"Der sinkende Ölpreis kommt erst seit der letzten Mai-Woche zaghaft an den heimischen Tankstellen an – weitere Preissenkungen müssen jedoch noch folgen. Der Mobilitätsclub fordert daher eine raschere Weitergabe sinkender Ölpreise an den Endverbraucher", heißt es weiter. "Damit die Stimmung bei Ausflügen und Kurzurlauben am bevorstehenden Pfingstwochenende nicht unnötig durch die Tankrechnung getrübt wird, sollten unbedingt die Preise verglichen werden. Es lohnt sich immer, teure Tankstellen, wie beispielsweise Autobahntankstellen, zu meiden. Zurzeit kann man damit bei einer 50-Liter-Tankfüllung über 20 Euro sparen.

 

Die momentan günstigsten Spritpreise in den Bundesländern:

 

Bundesland        Diesel       Super
Burgenland        0,999        1,079
Kärnten           1,116        1,186
Niederösterreich  1,139        1,223
Oberösterreich    1,104        1,194
Salzburg          1,165        1,239
Steiermark        1,134        1,199
Tirol             1,149        1,219
Vorarlberg        1,189        1,264
Wien              1,140        1,238
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Wer über das Pfingstwochenende ins Ausland will, sollte noch in Österreich tanken. Spürbar teurer ist es vor allem in Italien: Hier zahlt man bei einer 50-Liter-Diesel Tankfüllung um rund 14 Euro, für Super sogar um rund 16 Euro mehr als in Österreich. Tankstopps sollten also vorab geplant werden.

Hier können Sie die günstigste Tankstelle finden: www.oeamtc.at/sprit.

Die Ölpreise sinken deutlich

Die Ölpreise haben am Mittwoch im frühen Handel nachgegeben. In der Früh kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 61,57 US-Dollar (54,76 Euro). Das waren 40 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 47 Cent auf 53,01 Dollar.

Am Markt wurden die Preisabschläge mit neuen Vorratsdaten aus den USA erklärt. Laut American Petroleum Institute (API) sind die landesweiten Rohölbestände in der vergangenen Woche spürbar gestiegen. Die Zahlen nährten Befürchtungen eines überschüssigen Angebots in den USA.

Hintergrund ist die stark steigende Rohölförderung der Vereinigten Staaten. Hinzu kommen konjunkturelle Ängste wegen des US-chinesischen Handelsstreits. Es besteht die Sorge einer deutlichen Abkühlung der Weltwirtschaft und einer sinkenden Rohölnachfrage. Als Folge sind die Erdölpreise seit April um fast 20 Prozent gefallen. Infolgedessen gilt es als nahezu sicher, dass das Ölkartell OPEC seine Förderung weiter knapp halten wird.