Stars/Opernball

Wiener Wein, der muss heuer sein

Na, heute müsst’s eure Blende anders einstellen, wenn wir nebeneinander stehen", scherzte ein gut gelaunter Landeshauptmann Erwin Pröll gestern Vormittag im Raiffeisenhaus, noch bevor er das erste Schluckerl vom frisch präsentierten Opernballwein 2012 probierte.

 

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Die Ironie bezog Pröll nicht nur auf sich selbst, sondern ebenso auf andere "Breitscheitel-Träger" wie Staatsoperndirektor Dominique Meyer, Franz Ehrenleitner von der "Sandgrube 13" und Gastgeber Christian Konrad: "Wir begrüßen heuer erstmals in unserer Mitte Hans Schmid, den größten Winzer Wiens und einzigen Mann unter uns, der noch Haare hat."

Stolz war Schmid aber auf etwas ganz anderes. Denn zum ersten Mal in der Geschichte des offiziellen Opernballweins, den eben die Winzer Krems, aber auch die Mörbischer Weinbauern stellen, ist heuer ein Wiener Wein dabei.

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Hans Schmid: "2007 habe ich das Weingut und den Heurigen ,Mayer am Pfarrplatz‘ übernommen, habe im Sinne des Ing. Mayer den Wein produziert und das Unternehmen geführt. Wir wurden auch relativ rasch ,Salonwein-Sieger‘, was uns sehr gefreut hat. Aber den alten Mayer hat immer schon gestört, dass es am Opernball keinen offiziellen Wiener Wein gab, und jetzt, ja, jetzt würde ich mir wünschen, dass er das noch miterlebt hätte, aber leider ist er vergangenes Jahr verstorben."

Schmid wird im Heurigen-Bereich des Opernballs am 16. Februar seinen berühmten Gemischten Satz kredenzen, zu dem Weinprofessor Bernulf Brucker, der die Rebensäfte bewertete, Folgendes einfiel: "Eine Rebsorte ist wie eine Violine, ein Gemischter Satz wie ein ganzes Orchester."