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Alarmierend: Formel-1-Piloten in Katar medizinisch behandelt

Es waren klagende Worte, die man über das Teamradio beim Formel-1-Rennen in Katar Sonntagabend hörte. Aber sie klangen dieses Mal anders. Weniger strategisch, weniger erbost, sondern sehr viel mehr erschöpfter.

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Williams-Pilot Logan Sargeant konnte einfach nicht mehr. Die enorme Wüstenhitze hatte dem Amerikaner dermaßen zugesetzt, dass er immer weiter zurückfiel. Sein Team zog die Reißleine und beendete das Rennen vor ihn.

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Sargeant, der nahe an der Dehydration war, musste nachher gestützt werden, um die Garage verlassen. Der Debütant war nicht der einzige Pilot, der nach den 57 Runden bei weit mehr als 35 Grad Celsius das Medical Center aufsuchen musste. Noch zwei weiteren Fahrern im Feld soll es ähnlich ergangenen sein.

Esteban Ocon von Alpine gab an, dass er sich im ersten Renndrittel im Cockpit übergeben hat. 

Einige kritisierten prompt die Ansetzung des Grand Prix in der Wüste Anfang Oktober. In Abu Dhabi wird etwa erst Ende November gefahren bei weit gemäßigteren Temperaturen.

Sicherheit war in Katar nicht gewährleistet

Auch die beiden McLaren-Piloten, Oscar Piastri und Lando Norris, klagten über eines der schwierigsten Rennen ihres Lebens - und das, obwohl beide auf das Podest fuhren. "Es waren praktisch 57 Qualifying-Runden", sagte Piastri. Gleiches bestätigte Ferrari-Star Charles Leclerc: „Bei weitem das physisch härteste Rennen.“

Das Vollgas-Rennen war dem Umstand geschuldet, dass jeder Fahrer verpflichtet war, spätestens alle 18 Runden einen Stopp zum Reifenwechsel einzulegen. Aufgrund der rauen Randsteine in Doha konnte Hersteller Pirelli die Sicherheit der Gummis nicht garantieren.