Sport/Fußball

Ein Kicker setzt sich für Helmpflicht im Profifußball ein

Das Tragen von Helmen ist in vielen Sportarten nichts Ungewöhnliches. Radfahren, American Football und Skifahren sind gängige Beispiele dafür. Dass zukünftig auch Fußballer ihrer Leidenschaft nur noch mit Kopfschutz nachgehen dürfen, klingt dagegen relativ eigenartig. Diese sonderbare Idee stammt vom Paderborner-Profi Klaus Gjasula und hat auch eine spezielle Vorgeschichte.

Der 1,90 Meter große Deutsch-Albaner hatte sich im Oktober 2013 bei einem Kopfballduell einen Jochbeinbruch zugezogen. Ein prägendes Erlebnis im Leben des 29-Jährigen, das seine Fußballkarriere von jenem Tag an verändern sollte, zumindest was seine Sportausrüstung angeht. Gjasula trägt seit diesem Vorfall ausnahmslos in jeder Partie einen Helm. "Der Helm gibt mir einfach das Gefühl, dass nichts passieren kann", sagt der Defensivspieler.

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Eitelkeiten

Warum nicht auch andere Spieler seinem Beispiel folgen und freiwillig mit einem Helm das Spielfeld betreten, liegt für Gjasula vor allem an der Optik. Schließlich verfügen Fußball-Profis in der Regel über eine enorme Eitelkeit. Den Paderborner stört das hingegen gar nicht. "Ich sehe lieber beim Fußball spielen ein bisschen komisch aus und bin dafür auch nach dem Fußball gesund. Das ist das Wichtigste für mich", betonte der Deutsch-Albaner.

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Kein Einzelfall

Bei Gjasula als Helmträger handelt es sich übrigens nicht um einen Einzelfall. Der tschechische Weltklassetorwart Petr Cech ist ein passendes Beispiel dafür. Nach einem Schädelbruch im Jahr 2006 entschied sich der damals 24-Jährige dazu fortan immer einen Helm zu tragen, was schlussendlich auch zu seinem Markenzeichen wurde.

Dass sowohl Cech als auch er selbst erst dann handelten, nachdem sie sich eine schwere Verletzung zugezogen hatten, ist für den Paderborner typisch. "Der Mensch handelt erst dann, wenn es schon passiert ist, nicht davor."

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