Sport/Fußball

Der neue Europacup heißt "Europa Conference League"

Der neue dritte Europacup-Wettbewerb wird von der Saison 2021/2022 an den Namen „Europa Conference League“ haben. Das gab UEFA-Präsident Aleksander Ceferin nach der Sitzung des Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union am Dienstag in Ljubljana bekannt.

In dem Wettbewerb werden dann wie in der Champions League 32 Mannschaften starten. Die Europa League wird von 48 auf 32 Mannschaften reduziert. Gespielt wird in der Europa Conference League und der Europa League donnerstags um 18.45 Uhr und 21.00 Uhr. Diese Anstoßzeiten gelten ab 2021 auch für die Königsklasse an deren Spieltagen am Dienstag und Mittwoch.

Nations League wird aufgestockt

Gleichzeitig gab die UEFA eine Reform der Nations League für Nationalteams bekannt. In der oberste Leistungsstufe, der A-Liga, wird von 12 auf 16 Mannschaften aufgestockt. Österreich spielt weiter in der ebenfalls auf 16 Teams aufgestockten B-Liga. Durch die Erweiterung der Ligen A, B und C auf jeweils 16 Mannschaften wird die Nations League im Herbst 2020 in jeweils vier Vierergruppen gespielt und nicht wie bei der Premiere in Dreiergruppen. Mit der sieben Länder umfassenden D-Liga nehmen wie bisher 55 Nationen teil, die Anzahl der Spiele steigt aber von 138 auf 160.

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Die Auslosung der zweiten Auflage erfolgt am 3. März 2020 in Amsterdam. Die möglichen Gegner von Österreich, das im Ranking auf Platz 18 aufscheint, sind Schottland, Norwegen, Serbien, Finnland, Slowakei, Türkei, Irland, Nordirland, Bulgarien, Israel, Ungarn und Rumänien. Die Sieger der vier Gruppen der Ligen B, C und D steigen wie bisher in die nächsthöhere Klasse auf, die vier Gruppensieger der A-Liga spielen im Juni 2021 ein Finalturnier.

Dank der Aufstockung der A-Liga sind die vermeintlichen Absteiger Deutschland, Kroatien, Polen und Island auch im Herbst 2020 wieder im Kreis der Topteams dabei. Ausgerechnet der deutsche Fußball, der die Nations League vielfach skeptisch bewertet hatte, profitiert nun von der Euphorie der anderen Nationen. Nicht nur kleine Verbände sind von dem Wettbewerb begeistert. Gerade die Forderung aus großen Fußball-Ländern wie Italien führte nun zu der Reform durch das Exekutivkomitee. Sichere Werbeeinnahmen und höhere Zuschauerzahlen als bei Testspielen machen die Nations League für viele attraktiv.