Romy

Horst Lichter

Mit Charme und Bart führt Horst Lichter durch "Bares für Rares". In der nachmittäglichen Trödel-Show im ZDF - auch bei ServusTV zu sehen - schleppen die Teilnehmer unterschiedlichste Fundstücke an. Ob es sich um eine wertvolle Rarität oder wertlosen Krempel handelt, schätzen Experten. Wer aber dann auch noch die Händler-Karte aus den Händen Lichters bekommt, darf aufs große Geld hoffen. Wegen des großen Erfolges gibt es Horst Lichters "Bares für Rares" auch schon in der XXL-Version mit Promi-Unterstützung für den Hauptabend.

Bekannt wurde Lichter aber nicht mit Antiquitäten, sondern mit Kulinarik.

Schicksalsschlag

Mit 14 beginnt er eine Lehre als Koch, arbeitet dann aber im Tagebau der Rhein/Braun-Kohle. Früh hat er mit seiner Gesunheit zu kämpfen: Mit 26 erleidet er einen Gehirnschlag, mit 28 einen zweiten und einen Herzinfarkt. Daraufhin krempelt Lichter sein Leben um.

 

Alle Inhalte anzeigen

In einer alten Halle eröffnet der Deutsche einen Club, der später zum Restaurant wird: die "Oldiethek". Gäste bringen hier Geschirr und Besteck mit, was dem Lokal einen eigenen Charme verleiht. 1999 wird Lichter schließlich fürs Fernsehen entdeckt: Bei "NRW am Mittag" hat er seine ersten Auftritte als TV-Koch.

Schon bald folgen weitere Engagements fürs Fernsehen: Anfang der Nullerjahre bekommt er mit "Lichters Schoten und Schätzchen" eine eigene Sendung im Hauptabendprogramm des WDR, dreht bald auch für ARD und ZDF. Ab 2006 führt er mit Johann Lafer durch die Kochshow "Lafer! Lichter! Lecker!", die gut zehn Jahre im Fernsehen läuft. 2013 übernimmt Lichter schließlich "Bares für Rares". 2018 bekommt er dafür die "Goldene Kamera", Anfang des Jahres den Deutschen Fernsehpreis und nun ist er für eine ROMY nominiert.

Comedian und Buchautor

Der 57-Jährige ist aber nicht nur im Fernsehen aktiv, sondern hat sich auch als Comedian einen Namen gemacht: Seit 2004 steht Lichter regelmäßig auf der Bühne, zunächst mit einer Mischung aus Comedy- und Kochshow. 2019 geht er mit dem Soloprogramm „Herr Lichter sucht das Glück!“ auf Tour.

Lichter ist zudem Autor mehrerer Kochbücher. Sein jüngstes Buch ist aber ein Autobiografisches: In "Keine Zeit für Arschlöcher" schreibt Lichter nach dem Tod seiner Mutter über seinen Umgang mit Höhen und Tiefen des Lebens.