Leben/Reise

Zoë: Die Hotspots von Paris

Im Herbst und im Frühling finde ich Paris am schönsten." Zoë Straub schwärmt von ihrer zweiten Heimat. Seit Kindesalter fährt sie regelmäßig zu ihren Großeltern nach Frankreich. "Im Herbst sind die Farben traumhaft, im Frühling blüht alles und es riecht so herrlich." Die Österreich-Vertreterin des Eurovision Song Contest 2016 – sie erreichte im Finale den 13. Platz – ist ein Stadtmensch. Zwar träumt Zoë von einem Steinhaus in Südfrankreich, "aber auf dem Land halte ich es nicht länger als zwei Wochen aus. Ich mag den Rummel, die Hektik, das Schnelle einer Stadt".

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Schon als Kleinkind fuhr sie mit ihren Eltern, Papermoon-Gründer Christof Straub und Model und Sängerin Roumina Wilfling, oft nach Paris. Französisch spricht die Lycée-Français-Absolventin fließend.

Disneyfan

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Voriges Jahr nahm sie ihren Freund Kasper (26) erstmals mit nach Paris. Und zeigte ihm ihre Lieblingsplätze. Da ist das Viertel rund um das Centre Pompidou. In der Rue Rambuteau wohnen ihre Großeltern. "Ich liebe die Straßenkünstler, die vielen Cafés, vor denen man nebeneinander im Freien sitzt und das Treiben beobachtet. In Paris ist immer ein Gewurl", sagt die selbstbewusste 19-Jährige, die im gehypten TV-Krimi "Pregau", der gerade läuft, als Mordopfer Rosa zu sehen ist. Wenn sie an den Duft und Geschmack von Crêpes, den französischen Sandwiches, Roastbeef mit Mayonnaise oder einen Croque Madame (Schinken-Käsetoast mit Spiegelei) denkt, läuft ihr das Wasser im Mund zusammen. "Gesund isst man nicht. Wenn ich auf der Karte Burger sehe, muss ich ihn bestellen. Und am Abend die göttlichen Käse mit frischem Baguette und einem Glas Rotwein", schwärmt die Anti-Sportlerin.
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An Disneyland kam Kasper auch nicht vorbei. "Ich bin ein absoluter Fan. Meine Mutter liebt das Achterbahnfahren wie ich. Sie war schon mit meinem Papa im Disneyland, als ich noch gar nicht geboren war." Es sind die Kindheitserinnerung, die sie immer wieder in den Vergnügungspark zieht.

Und dann hat Zoë noch eine Leidenschaft. Musicals. "Jedes Jahr gibt es ein riesiges Musical im Palais des Sports in Paris. Da war ich schon mit 10 Jahren das erste Mal." Eigentlich wollte sie Musicalsängerin werden. "Aber erstens kann ich nicht tanzen. Und zweitens ist man mindestens ein Jahr ununterbrochen in einer Produktion und kann nebenbei nichts machen." Die Sängerin möchte sich aber künstlerisch noch "austoben".

Ratespiele

Spielerisch lernte die ehemalige Kiddy-Contest-Teilnehmerin Paris kennen. "Mein Opa ist immer mit mir durch ganz Paris spaziert und hat Quizfragen gestellt. Bei einer richtigen Antwort bekam ich 20 Cent." Das ging so: "Was heißt RER?" "Réseau Express Régional, die Bezeichnung für Vorortebahnlinien." Oder: "Wie heißt die älteste Brücke von Paris? Von wem wurde sie erbaut?" "Henri IV ließ die Pont Neuf erbauen." Ihr Opa fragt sie heute noch. "Leider gibt es für die richtige Antwort kein Geld mehr."

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Shoppingmeilen mag die Sängerin nicht. Auf den Champs-Élysées wird man sie kaum sehen. "Schlendern ohne Plan und Ziel ist das Wichtigste. Oder sich einfach an die Seine setzen." In Paris geht sie entweder zu Fuß oder fährt mit der Metro. Sie lässt sich treiben oder läuft Freunden und Verwandten einfach nach, ohne zu wissen, wo sie ist. "Ich habe eine schlechte Orientierung."
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Orientierung hat sie nur, wenn es um ihre Karriere geht. "Ich nehme mir Zeit für mich. Lese keine negativen Kommentare mehr. Ich gehe zu Castings und schreibe meine Lieder."

Die Hotspots von Zoë in Paris

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1. Der schönste Spaziergangist bei den Bouquinistes entlang der Seine von Pont Marie bis zum Quai du Louvre. Die Kioske der 217 Buchhändler sind wie eine große, imposante Bücherei unter freiem Himmel und Teil der Pariser Landschaft.

2. Der lustigste Ausflug ist immer der ins Disneyland. Ich bin ein totaler Fan und bei jedem Paris-Aufenthalt einmal dort. Ich zerre jeden, der mit mir in Paris ist, auch meinen Freund Kasper, ins Disneyland. Viele Kindheitserinnerungen – so schön.

3. Mein Lieblingsrestaurant ist das Restaurant Au Chien Qui Fume, also zum rauchenden Hund. Als Kind habe ich die Hunde, die auf Wände gemalt sind und wie Menschen rauchen, essen oder Billard spielen, geliebt. Nicht billig, aber gut.

4. Der beste Käseladen der Stadt ist im 7. Arrondissement Roland Barthélemy. Man nennt ihn auch den Ambassadeur de Fromager. Die Crèmerie beliefert auch den Elysée-Palast. 51, Rue de Grenelle, www.rolandbarthelemy.com

5. Der schönste Ausblick auf die Stadt ist von der Basilica minor Sacré-Cœur de Montmartre. Ein steiler Spaziergang hinauf, aber er zahlt sich aus. Auf dem Weg gehe ich gerne durch den Marché de Barbès auf dem Boulevard de la Chapelle.

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Infos

Anreise Austrian Airlines und Niki fliegen mehrmals tägl. WienParis. www.austrian.com, www.flyniki.com

Essen & Trinken Restaurant Au Chien Qui Fume, 33 Rue du Pont Neuf, 75001 Paris, www.auchienquifume.com
Restaurant Sarah Bernhardt, 2 Place du Châtelet, 75004 Paris.
– La Coupole, 102 Boulevard du Montparnasse, 75014 Paris, www.lacoupole-paris.com

Disneyland Tageskarte ab 47 €, www.disneylandparis.com

Museum Le Centre Pompidou, tägl. von 11 bis 22 Uhr, Do. bis 23 Uhr geöffnet. Eintritt:14 € , www.centrepompidou.fr
2-Tages-Pass für 60 Museen in Paris: 42 €

Auskunft at.france.fr

Konzert 29.10. ZOË & Band. Programm: Debut Deluxe, Wiener Konzerthaus, Mozartsaal,19:30 Uhr.
Kartenpreise von 25 bis 49 €,
Karten gibt es im Ticketcenter Konzerthaus, Tel. 01/242 002, www.konzerthaus.at