Politik/Inland

SPÖ distanziert sich weiter von Silberstein

Dafür, dass er eigentlich im Hintergrund hätte arbeiten sollen - und eigentlich auch nicht mehr aktiv ist - ist Politikberater Tal Silberstein im Nationalratswahlkampf nach wie vor ziemlich präsent. Immerhin hat er der SPÖ in den vergangenen Wochen bereits zwei PR-Gaus beschert. Nach den Vorwürfen wegen Korruption und Geldwäsche, trennte sich die SPÖ ja bereits Mitte August von Silberstein.

Seit Freitagabend sorgt nun eine weitere Silberstein-Aktion für Aufregung - diesmal im direkten Zusammenhang mit der Partei-Kampagne. Wie das profil berichtete, ließ der Politikberater kritische Kurz-Videos anfertigen. "Für den internen Gebrauch", hieß es. Blöd nur, dass zumindest eines der Videos, in dem Kurz’ wiederholt in den Mund gelegt wird, dass er alle Fragen nach inhaltlichen Festlegungen mit "Nein!" beantworten würde, auch auf fragwürdigen Facebook-Seiten verbreitet wurde.

"Peinliches Schmierentheater"

Die SPÖ sprach deshalb bereits gestern Abend von Datenklau. Am Samstag betonte man nun erneut, dass man entgegen den neuerlichen Vorwürfen der ÖVP nicht für Dirty Campaigning stehe. Die Volkspartei krame lediglich Konzepte des vormaligen SP-Beraters aus dem Juni als vermeintlichen Beleg hervor.

Die Volkspartei hatte die SPÖ zuvor aufgefordert, ihr "Dirty Campaigning" gegen ÖVP-Chef Sebastian Kurz zu beenden. Generalsekretärin Elisabeth Köstinger meinte, die SPÖ sei aufgerufen, die Methoden ihres "Wahlkampf-Gurus" unverzüglich einzustellen.

Ein "peinliches Schmierentheater" von SPÖ und ÖVP erkennt wiederum FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl und stellt "SPÖ-Hassvideos" und "Frontalkuscheln" zwischen den Ministern Sebastian Kurz (ÖVP) und Hans Peter Doskozil (SPÖ) nebeneinander. Kickl ist überzeugt, dass eine Neuauflage von Schwarz-Rot unmittelbar bevorstehe.

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