Politik/Ausland

Massendemos gegen chronische Engpässe

Bei einer erneuten Demonstration gegen die venezolanische Staatsführung haben tausende Menschen erneut ihren Unmut über chronische Lebensmittelengpässe ausgedrückt. In Caracas schlugen die Demonstranten am Samstag auf Kochtöpfe, um den Mangel an Grundnahrungsmitteln wie Brot, Milch, Butter und Zucker anzuprangern. Auch tägliche Güter wie Toilettenpapier fehlen oft in den Supermarktregalen. Schwer bewaffnete Polizeieinheiten stoppten eine der Kundgebungen in Caracas. Hunderte Demonstranten wollten am Samstag vor das Ministerium für Lebensmittel ziehen, um gegen die Versorgungsengpässe in dem südamerikanischen Land zu protestieren.

Auch in anderen Städten Venezuelas kam es zu Protestkundgebungen gegen Präsident Maduros Regierung. Das Staatsfernsehen sendete keine Bilder davon und ließ stattdessen den Präsidenten zu Wort kommen, der seine Gegner einmal mehr zu Schlichtungsgesprächen einlud. Ähnliche Angebote hatten diese zuvor aber schon zwei Mal ausgeschlagen.

Kein Ende in Sicht

Alle Inhalte anzeigen
Seit Anfang Februar gehen Gegner des sozialistischen Staatschefs nahezu täglich aus Protest gegen grassierende Kriminalität, korrupte Behörden und die Wirtschaftsmisere in ihrem Land auf die Straße. Die Zahl der bei gewaltsamen Zusammenstößen getöteten Menschen wird mit mindestens 20 angegeben, Hunderte erlitten Verletzungen. Maduro macht eine von den USA unterstützte "Verschwörung" gegen seine Regierung für das Aufbegehren verantwortlich.