Politik/Ausland

Aleppo: Türkei schlägt Aufnahmelager in Syrien vor

Nach der Einnahme Ost-Aleppos durch syrische Regierungstruppen hält es die Türkei für möglich, bis zu 100.000 Menschen aus der Stadt zu bringen. Das sagte der türkische Vizeregierungschef Veysi Kaynak am Donnerstag während einer Pressekonferenz in Cilvegözü an der syrischen Grenze.

Sollten die Gegner des syrischen Staatschefs Bashar al-Assad einen entsprechenden Wunsch vortragen, würde ein Auffanglager in Syrien eingerichtet, sagte Kaynak. Die 20 Busse, die Menschen vom nordsyrischen Aleppo in die Provinz Idlib brachten, seien an einem "sicheren Ort" unter Kontrolle der Rebellengruppe Freie Syrische Armee eingetroffen.

In der Gruppe befanden sich demnach bis zu 35 zum Teil schwer verletzte Menschen. Die islamische türkische Hilfsorganisation IHH erklärte, sie habe in Aleppos Gebiet Rashid an dort Eintreffende Nahrungsmittel und Kleidung verteilt.

Aus Kreisen der syrischen Armee hieß, im Buskonvoi aus Aleppo seien 951 Evakuierte, darunter 108 Verletzte. Zivilisten seien in der Überzahl, es gebe aber auch etwa 200 aufständische Kämpfer.