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Anstoß: Schmähbrüderschaft

Österreichs hoffnungsvoller Trainer-Nachwuchs ist derzeit in Nyon. Im Zuge der Ausbildung für die höchsten Weihen, auch UEFA-Pro-Lizenz genannt, reisten Herrschaften wie Hütter, Pfeifenberger und Kühbauer in die Schweiz. Am Dienstag landete ein Schweizer in Wien, der neue Teamchef lebt sich in Österreich ein. Nicht langsam. Marcel Koller steigt ordentlich aufs Gas. Es beschleicht einen das Gefühl, dass ein frischer Wind durch den ÖFB weht. Ihm glaubt man auch, dass die Jung-Coaches bald Besuch bekommen werden vom neuen Fußball-Oberlehrer. Punkto Kommunikation und Reisefreude hat Koller schon jetzt manche seiner Vorgänger übertroffen, obwohl er offiziell erst am 1. November seinen Dienst antritt. Trotzdem ist Marcel Koller kein Mann der großen Worte, was nicht weiter schlimm ist. Denn der gemeine Schmähbruder ist neben der beleidigten Leberwurst und dem übergangenen Möchtegernteamchef eine der am häufigsten anzutreffende Gattung im Biotop der ehemaligen österreichischen Fußball-Größen. Bei denen hilft Koller keinerlei Charmeoffensive, die kann er nur mit Ergebnissen ruhigstellen.

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