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Präsident von Peru sprach von "Krieg zwischen Russland und Kroatien"

Bis nach Südamerika dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass in dem weit entfernten Europa ein Krieg tobt. Oder doch nicht? Ein öffentlicher Auftritt des peruanischen Präsidenten Pedro Castillo lässt uns daran zweifeln. 

Der 52-Jährige sprach bei einem Ministertreffen in der Stadt Ayacucho über den Anstieg der Preise, mit dem die dortigen Bauern derzeit hadern. "Es ist wahr, dass sich die von der Corona-Pandemie verursachte Krise in letzter Zeit mit dem Krieg zwischen Kroatien und Russland verschlimmert hat", sagte Castillo bei seiner Ansprache, die von peruanischen Medien aufgenommen wurde. Sein Versprecher blieb, sozialen Netzwerken sei Dank, nicht unbemerkt. Für südamerikanische Twitter-User ist Castillos Versprecher gefundenes Fressen. 

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Déjà-vu 

Castillo ist allerdings nicht der erste hochrangige südamerikanische Politiker, der "Croacia" mit "Ucrania" verwechselt hat. Auch der peruanische Premierminister Anibal Torres unterlief derselbe Fauxpas. 

Am 5. April wurde Torres im Fernsehen nach steigenden Treibstoff- und Grundnahrungsmittelpreisen gefragt, worauf er antwortete: "Dies sind außergewöhnliche Umstände, mit denen nicht nur unser Land, sondern die ganze Welt infolge des Krieges zwischen Russland und Kroatien konfrontiert ist".

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Schweigeminute für die Kroaten

Einen Monat zuvor bat der Bürgermeister der 35 Kilometer von Buenos Aires entfernten Stadt Jose C. Paz, Mario Ishii, vor einer Gemeinderatssitzung um eine Schweigeminute für die Opfer der russischen Invasion. 

"Bevor ich das Wort ergreife, möchte ich um eine Schweigeminute bitten. Wir wollen für den Frieden beten und all denen Tribut zu zollen, die in Kroatien im Krieg gegen Russland gefallen sind", sagte Ishii in seiner Erklärung. Keiner der Anwesenden wies ihn auf seinen Fehler hin.

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