Kultur

Schnitzler, Tolstoi, Ibsen, Goethe: Spektakulärer Premieren-Reigen

Premieren. Am 2. September eröffnet das Burgtheater seine neue Bühnensaison: In der Akademie steht Schnitzlers moderner Klassiker „Das weite Land“ in der Inszenierung von Barbara Frey auf dem Programm.

Die Besetzung ist exquisit: Publikumsliebling Michael Maertens spielt den Hofreiter, Katharina Lorenz seine Frau Genia. In weiteren Rollen: Bibiana Beglau, Dorothee Hartinger, Sabine Haupt, Felix Kammerer, Branko Samarovski, Nina Siewert und Itay Tiran.

Frey hat den Text stark gekürzt und von jeder Scheingemütlichkeit befreit – sie konzentriert sich ganz auf die tief toxischen Beziehungen der Handlung.

Am 4. September folgt im Haupthaus „Ingolstadt“ von Marieluise Fleißer. Die  Arbeit sorgte bereits bei den Salzburger Festspielen für heftige Diskussionen.

Die erste Premiere der neuen Spielzeit bietet die Josefstadt: Am 1. September wird „Anna Karenina“ gegeben, eine Dramatisierung des Romans von Leo Tolstoi. Amélie  Niermeyer führt Regie, Silvia Meisterle spielt die Titelrolle.

Am 3. September steht in den Kammerspielen Edward Albees schwarze Komödie „Die Ziege“ in  der Inszenierung von Elmar Goerden auf dem Programm. Joseph Lorenz spielt den Stararchitekten Martin Gray, der sich in eine Ziege verliebt, Sandra Cervik gibt seine Frau Stevie.

Am 6. September findet endlich die Premiere von „Ein Kind unserer Zeit“ statt, die Corona-bedingt verschoben werden musste. Stephanie Mohr erzählt Horváths Kriegs-Roman – nur mit Frauen: Katharina Klar, Susa Meyer, Martina Stilp und Therese Affolter.
Am 22. September hat dann Ibsens „Ein Volksfeind“ Premiere, David Bösch inszeniert.

Im gerade mehrfach ausgezeichneten Volkstheater gastiert ab 3. September Paul McCarthy mit seiner Performance „NV/Night Vater/Vienna“.

Am 24. September folgt dann die erste große Premiere: Goethes Vers-Gewaltakt „Faust“ in der Inszenierung von Hausherr Kay Voges. Der kündigt eine Vorstellung ganz im Zeichen von Licht und Dunkelheit an, durchsetzt mit Live-Fotografien.

Am 1. Oktober zeigt des Volkstheater Becketts grimmigen Klassiker „Endspiel“, ebenfalls in der Regie von Kay Voges.