Kultur

Best of: Songs about Sex

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FEIST: Pleasure - Eine Frau verlangt, was ihr zusteht.

FLEETWOOD MAC: Tusk – Was Stevie Nicks nicht wusste: „Tusk“ war Mick Fleetwoods Name für sein bestes Stück. Das sie damals schon kennengelernt hatte. Was ihren Freund, Fleetwood Mac Gitarrist Lindsey Buckingham irritiert haben dürfte. Der den Song übrigens singen durfte. Oder musste...

PJ HARVEY: Long Snake Moan – „Wanna hear my long snake moan?“ Äh, ja.

PRINCE: Little Red Corvette – Prinz im sexuellen Selbstzweifel. Kein Wunder, bei der Frau in dem Song. Hat sie tatsächlich gebrauchte Kondome in der Tasche?

FKA TWIGS: 2 Weeks – „I can fuck you better ...“ Das glauben wir ihr einfach mal.

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PETER GABRIEL: Sledgehammer – Kann das wirklich so offensichtlich sein? Ja.

YEAH YEAH YEAHS: Bang! - Size matters, zumindest für Karen O...

SOUNDGARDEN: Big Dumb Sex – Euphemismen sind was für Weicheier, dachten die Jungs und nannten die Dinge zur Abwechslung beim Namen. Nach Kritik aus dem Grunge-PC-Eck meinten sie, sie wollten sich nur über den latenten Sexismus der anderen Bands lustig machen...

THE CULT: Rain – Eine Metapher jagt die andere, es dreht sich alles nur um das Eine. Genau einer von den vielen Rock-Songs, über die sich Soundgarden lustig machten. Wenn das wirklich ihr Bestreben war...

RADIOHEAD: Black StarThom Yorke über sein Faible für Frühstückssex. Würde man diesem ephemeren Typen gar nicht zutrauen.

RIHANNA: Birthday Cake – Der Star aus Barbados lässt sich gern von männlichen Naschkatzen verwöhnen. Jetzt wissen wir’s. Aber Vorsicht, meine Herren: „Gonna make you my bitch…“, singt sie.

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JET: Cold Hard Bitch – Rihannas Birthday Cake-Story aus der Sicht eines frustrierten Mannes, der auf eine Gegenleistung gehofft hatte.

ALANIS MORISSETTE: You Oughta Know – Eigentlich eine Abrechnung mit dem Ex und seiner Neuen, ja. Aber auch aufschlussreich: „Is she perverted like me, would she go down on you in a theater?“

LIZ PHAIR: Flower – Klingt nur süß und harmlos. Es geht um Begehren, und zwar richtig.

TV ON THE RADIO: Lover’s Day – „Wir sind alle durch Sex entstanden – das sollte gefeiert werden“, sagen die Rock-Philosophen aus Brooklyn. Recht haben sie.

THE HEAVY: In The Morning – Und noch eine Ode an die „morning glory“.

LILLY ALLEN: L8CMMR – Euron Greyjoys Schwester schwärmt von der sexuellen Performance ihres Ehemannes Sam Cooper. Ihm ist die Sache übrigens angeblich sehr, sehr peinlich...

DJ KHALED: For Free – Drake sagt‘s, wie es ist. Es gibt keinen besseren, eigentlich müsste er „dafür“ bezahlt werden…

JOHN LEE HOOKER: Crawling King Snake – Der beste, größte, unermüdlichste... Die alten Blueser standen den heutigen Rappern um nichts nach, was die Dicke-Hose-Attitüde anbelangt.

EMILI SANDE: Garden – „Ich dachte immer, ich könnte so etwas nicht singen, eine Dame tut so etwas nicht“, sagt die Schottin über ihren Ausflug ins Reich der Sinne.

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MISSY ELLIOTT: One Minute Man – Wham bam thank you Mam? Nein danke - Queen Missy beschreibt deutlich, was sie beim Sex NICHT mag.

NICKI MINAJ & DRAKE & LIL WAYNE: Only Nicki und Drake schwadronieren darüber, was sie zwar noch nicht miteinander gemacht haben, aber gerne tun würden. Süß irgendwie. Bei „Truffle Butter“ wird die Sache dann schon ein bissl "nasty"…

AC/DC: You Shook Me All Night Long – Der Traum eines jeden Rockers von der perfekten Biker-Braut. Lustig auch: „She told me to come, but I was already there…“

SADE: Sweetest Taboo – Die grandiose Chanteuse über… hm, Orgasmen.

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KANYE WEST: I’m In It – Sex als Metapher für Macht und übergroßes Ego. Passt zu Herrn West.

KATY B: I Like You – Was Männer können, kann sie auch. Miss Katy über ihre sexuellen Präferenzen und Meriten.

SAVAGES: Hit Me – Inspiriert von Pornostar Belladonna, die für ihre Authentizität berühmt ist. Oder berüchtigt?

MERILEE RUSH: Angel Of The Morning – Vorehelicher Geschlechtsverkehr. Heißer Stoff anno 1968.

LIL WAYNE: Give Head – Deutlicher kann man es nicht sagen.

BILLY IDOL: Rebel Yell – DIE Bett-Macho-Hymne des letzten Jahrtausends. Miley Cyrus gefällt sie…

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BLUES/POP/FOLK
THE ORDER OF TIME
VALERIE JUNE

Jahrelang galt VALERIE JUNE in den USA als Geheim-Tipp. Dann outete sich Michelle Obama als Fan – und die Musikerin aus Tennessee wurde zum Star. Man kann Frau Obama ohnehin nichts vorwerfen, dass sie einen schlechten Geschmack hätte schon gar nicht. Denn die 35-Jährige Multiinstrumentalistin, die mit Gospel aufgewachsen ist und Soul ebenso liebt wie Pop, Bluegrass und traditionellen Folk aus den Appalachen (yes, Hillbilly!), ist wirklich eine der ganz Großen, was sich hoffentlich auch in Europa bald herumspricht. Unglaubliche Stimme, die tatsächlich jede Art von Gefühl vermitteln kann und eine Songwriterin, wie man sie derzeit nicht oft findet. Das alles hört und fühlt man auf ihrer aktuellen CD The Order Of Time. Verließ sie sich bei ihrem gefeierten Debüt „Pushin Against A Stone“ noch spürbar auf Produzent Dan Auerbach (The Black Keys), hat sie sich jetzt freigespielt und liefert zwölf Songperlen ab, die mühelos vom Gospel ihrer Kindheit Richtung Appalachen-Folk segeln, vom erdigen Blues locker und unangestrengt zum zeitgemäßen R’n’B tänzeln. Das grandiose „Astral Plane“ ist eine beinahe trip-hoppige Verbeugung vor Van Morrison, „Shakedown“ ein Rocker, für den sich Jack White mit den Black Keys prügeln würde. Und „The Love You Once Made“ eine zum Weinen schöne Country-Ballade. Die Backing-Vocals kommen übrigens von keiner Geringeren als Norah Jones. Großartige Sache.

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POP
SOLID MIRAGE
FRANCOIS & THE ATLAS MOUNTAINS

Wow, mit „Grand Dereglement“ ist dem französischen Weltenbummler, der oft ein bissl gar zu sanft, zu lieblich rüberkommt, ein wirklich packender, tanzbarer und schöner Song gelungen. Westafrikanische Gitarren, ein leichter aber treibender Groove – perfekt. Und auch wenn er mit „Tendre“ gleich darauf kurz in eine gewisse Beliebigkeit abrutscht, kommen mit den elektronischen „Après“ und „100.000“, der sommerlichen Ballade „Perpétuel Été“ und dem punkigen „Bête Morcelée“ noch viele echte Höhepunkte. (Domino)

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ELEKTROPOP/ROCK
SPIRIT
DEPECHE MODE

Na bitte, es geht ja doch noch! Nachdem die Herren, quasi ihrem Alter entsprechend, in den letzten Jahren im Genre des breitbeinigen Rock für Männer, die sich endlich Jugendträume (Harley!) erfüllen können, musiziert haben, schenken sie uns jetzt doch wieder eine volle Ladung Synthies ein. Und das RICHTIG gut. Also abgesehen vom Dicke-Hose-Opener „Going Backwards“. Großartig: „Cover Me“, vor allem in der zerhäckselten Instrumental-Version, das bowieeske „Fail“, „Scum“ und „You Move“, das durchaus sexy an die alten Zeiten erinnert. (Columbia)

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ROCK/WORLD
KIDAL
TAMIKREST

Nein, sie klingen einfach nie aufgeregt, das entspricht nicht dem Naturell der fünf Männer aus Kidal in Mali. Wo sie seit Jahren nicht arbeiten können – zu groß ist vor allem für Musiker die Gefahr, Ziel fundamentalistischer Terroristen zu werden. Darüber singen sie und über die Stärke der Frauen, die auch während der schlimmsten Krise ihre Heimat nicht verlassen und die Kultur der Tuareg verteidigt haben. Der Groove bleibt gelassen wie der Gang der Kamele, die mit Salz und Schmuck beladen zum Niger unterwegs sind. Wüstenrock von seiner besten Seite. (Glitterbeat)

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ROCK/JAZZ
STAR STUFF
CHAZ BUNDICK MEETS THE MATTSON 2

Vertrackter Retropop und Soul waren bisher das Markenzeichen von Toro y Moi. Unter seinem echten Namen hat sich der Gitarrist und Sänger jetzt mit den kalifornischen Zwillingen von Mattson 2 zusammengetan. Und das Resultat ist eine faszinierende Mischung aus jazzy Vibes und 70s-Rock, der im Fall des großartigen „JBS“ auch von Peter Frampton in seiner besten Phase sein könnte. Viele Tracks sind instrumental, fließen ultrasmooth aus den Lautsprechern, manche überraschen dagegen sogar mit Stoner- Anleihen („Sonmoi“). (Hoanzl)