Chronik/Wien

oBike und Ofo: Schon mehr als 500 Leihrräder entfernt

Kaum ist die neue Regelung für Leihräder in Kraft, sind auch schon der Großteil der Räder aus dem Verkehr gezogen worden.

Die zuständige MA 48 (Abfallwirtschaft und Straßenreinigung) hat am 1. August mehr als 500 freistehende Fahrräder eingesammelt. Der überwiegende Teil davon waren , vereinzelt wurden auch sogenannte Ofos aufgelesen.

Die Fahrräder wurden von den Mitarbeitern der Straßenreinigung zum nächsten Müllplatz gebracht. Dort wurden sie gesammelt in die Verwahrstelle nach Simmering geführt.

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Strafe und Höchstzahl

Zur Erinnerung: In den vergangenen Monaten haben die die stationslosen Leihräder der chinesischen bzw. singapurischen Anbieter in Wien für Aufregung gesorgt. Sie wurden wahllos abgestellt und schnell beschädigt. Daraufhin erließ die Stadt Wien eine ortspolizeiliche Verordnung, die am Mittwoch in Kraft trat.

Seitdem gilt für stationslose Leihräder eine Registrierungspflicht. Die Höchstzahl für einen Anbieter beträgt nun 1500 Stück. Und der Anbieter wurde dazu verpflichtet, beschädigte oder nicht ordnungsgemäß abgestellte (etwa auf Gehsteigen, vor Denkmälern oder in Grünanlagen) Räder rasch aus dem Verkehr zu ziehen.

Den beiden asiatischen Unternehmen waren diese Auflagen offensichtlich zu mühsam. Beide wollten sich aus Wien zurückziehen. Ofo hat bis zum August die meisten Räder bereits selbst von der Straße geholt. Seitens oBike gibt es seit einiger Zeit keinen Ansprechpartner mehr. Das Unternehmen soll in Singapur aber auch in finanziellen Schwierigkeiten stecken.

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65 Euro Entfernungsgebühr

Dennoch wird die Stadt Wien die Entfernung und Aufbewahrung auch oBike in Rechnung stellen - oder das zumindest versuchen, meinte eine Sprecherin. Für die Entfernung fallen 65 Euro an, pro Tag kommen dann auch noch sieben Euro Aufbewahrungsgebühr dazu.

Reagiert der Besitzer innerhalb von acht Wochen nicht, gehen die Räder ins Eigentum der Stadt über.