Großeinsatz der Polizei bei Suche nach Achtjährigem in Wien

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Bub spielte mit Freund Playstation und hatte dabei nicht auf die Zeit geachtet.

Ein Achtjähriger hat am Dienstagabend einen großen Sucheinsatz in Wien-Liesing ausgelöst. Der Bub war von einem Spielplatz mit dem Rad zu einem Freund gefahren, ohne seinen Eltern Bescheid zu geben. Mehr als 20 Polizisten suchten nach dem Kind, auch ein Polizeihund war im Einsatz. Die beiden Schulkollegen hatten Playstation gespielt und die Zeit übersehen.

Der Schüler war am Nachmittag zu einem Speilplatz bei der Josef-Österreicher-Gasse geradelt. "Dort trifft er sich immer mit seinen Freunden", sagte der Vater im Gespräch mit der APA. Als es dunkel wurde und der Bub nicht heimkam, suchten die Eltern zunächst selbst nach ihrem Sohn. Die Freunde am Spielplatz gaben an, dass der Achtjährige mit dem Rad weggefahren sei. "Es wurde immer dunkler und als wir ihn nicht fanden, ging ich zur Polizei", schilderte der 40-Jährige.

Die Beamten der Polizeiinspektion Anton-Baumgartner-Straße teilten das Gebiet in mehrere Sektoren ein und suchten den Bereich rund um den Liesingbach, mehrere Spielplätze und Lokale sowie den Wohnpark Alt Erlaa ab. Auch eine Wärmebildkamera wurde eingesetzt. Die Eltern versuchten wiederum, die Freunde des Buben telefonisch zu erreichen. Wie sich später herausstellte, war der Achtjährige zu einem Freund gefahren. Dieser war alleine zu Hause, weil seine Mutter beim Elternabend des Geschwisterkindes und dadurch telefonisch nicht erreichbar war.

Gegen 21.00 Uhr konnte der Vater seinen Sohn in die Arme schließen. "Ich hatte Tränen in den Augen, wir sind uns sicher zehn Minuten in den Armen gelegen", erinnerte sich der 40-Jährige. Die beiden Freunde hätten beim Spielen nicht bemerkt, dass es dunkel geworden war. Ein Handy habe sein Sohn zwar schon besessen, dieses allerdings im Urlaub im Ausland vergessen. "Wir sind noch nicht dazu gekommen, ihm ein neues zu besorgen", sagte der Vater. "Mein besonderer Dank gilt der Polizei, sie haben schnell und professionell reagiert", betonte er. "Nicht umsonst ist Wien die lebenswerteste Stadt, wir wissen das nun noch mehr zu schätzten", meinte der erleichterte Vater am Mittwoch.