Chronik/Wien

Das Hotel Kummer wird zum Hotel Motto

1870 errichtet, verdankt das Hotel Kummer auf der Mariahilfer Straße seine internationale Bekanntheit nicht zuletzt seiner Rolle in John Irvings Bestseller "Hotel New Hampshire". Doch die besten Tage des geschichtsträchtigen Beherbergungsbetriebs waren Mitte vorigen Jahres gezählt, Interieur und Infrastruktur hatten jeden Glanz verloren. Das soll sich nun ändern. Aus dem Hotel Kummer wird bis 2020 das (Boutique-)Hotel Motto.

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Dahinter stehen bekannte Namen. Zum einen zeichnet Michael Tojners WertInvest für den Umbau verantwortlich. Zum anderen wird Gastronom Bernd Schlacher, Betreiber des "Motto am Fluss", in Zukunft das Hotel mit 90 Zimmern, Seminarräumen und öffentlich zugänglichem Restaurant im Dachgeschoß führen.

In Erdgeschoß soll es eine Bäckerei mit Straßencafé geben. Der U-Bahn-Eingang bleibt unverändert.

Es werde zwar versucht, so viel wie möglich von der historischen Bausubstanz zu erhalten – viel sei aber nicht mehr zu retten, heißt es seitens WertInvest. Das Unternehmen präsentierte die Pläne am Mittwochabend in der Bezirksvertretung Mariahilf.

Transparente Kuppel

Von außen dürfte der Umbau, der seit November im Gange ist, weitgehend unbemerkt bleiben. Die Fassade wird bis auf die Fenster, vor denen dezente Gitter montiert werden, nicht verändert.

Einzig der Dachaufbau und eine transparente Kuppel anstelle des jetzigen "Hotel Kummer"-Schriftzuges dürften für Aufsehen sorgen. Die nach innen gerückte Dachkonstruktion sei von der Mariahilfer Straße aus aber nicht zu sehen, heißt es.

Bemerkbar ist die Baustelle in der Schadekgasse. Die Station der Buslinie 14A wurde vorübergehend um ein paar Meter verlegt.