Chronik/Österreich

AUA-Crew mit Cocktails - aber ohne Abstand - auf den Malediven

Ein kühler Cocktail an der Strandbar, Palmen und die untergehende Sonne bilden die Kulisse: In so ein Szenario wünschen sich derzeit viele Österreicher, doch der harte Covid-19-Lockdown macht das unmöglich. Aber eben nicht für alle. Am Sonntag postete die Crew einer Maschine der Austrian Airlines (AUA) einen Schnappschuss von den Malediven. Zwölf Menschen sitzen dort dicht an dicht nebeneinander, winken fröhlich in die Kamera.

Das Foto wurde auf Facebook geteilt und sorgte in Luftfahrt-Kreisen für großen Unmut. Nicht nur, weil es vielleicht in Zeiten wie diesen moralisch nicht gerade vorbildlich ist, solche Inhalte zu teilen, sondern auch, weil natürlich ein Risiko für die Fluggäste bestehen könnte.

AUA bleibt cool

Auf KURIER-Anfrage sah man das Posting bei der AUA aber recht locker: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen sich im Ausland an die lokalen Vorschriften halten bzw. die Einreisevoraussetzungen erfüllen. Im Fall der Malediven ist das ein negativer PCR-Test, der bei der Einreise vorgelegt werden muss. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden vorab negativ getestet“, sagt ein Sprecher der Airline.

Auf den Flügen der Linie besteht seit letzter Woche auch für Passagiere eine FFP2-Maskenpflicht. Diese Maßnahme würde, zusammen mit einem Luftfiltersystem, das die Luft von Viren und Bakterien reinigt, einen ausreichenden Schutz für die Passagiere bieten.

Auch auf den Malediven gilt übrigens eine Ein-Meter-Abstandspflicht. Laut der Airline wurde diese Maßnahme aber nicht umgangen, da es sich bei der Crew schließlich um eine geschlossene Gruppe handelt und die Regelung in diesem Fall nicht gilt.

Was jedoch passiert, wenn sich ein Mitglied doch mit Corona infizieren würde, bleibt offen. Im besten Fall müsste eine Ersatzcrew extra eingeflogen werden, um den Flug zu übernehmen.