Chronik/Oberösterreich

Falschgeld: Wirte in Italien um 112.000 Euro geprellt

Ein Ehepaar aus dem Mühlviertel ist einer italienischen Betrügerbande aufgesessen. Vordergründig interessierten sich die angeblichen Investoren für einen Kauf des Gasthauses des Paares. Mit einem ominösen Geldwechselgeschäft, das die Gangster zusätzlich zum Immobiliendeal anboten, ging das Paar in die Falle und erlitt dabei massiven Schaden.

Obwohl ein Verkauf ihres Lokals gar nicht im Raum stand, wurden die Wirtsleute telefonisch über ein lukratives Kaufangebot informiert. Nicht ahnend, dass eine immer wieder praktizierte Gaunermasche hinter der Aktion strecken könnte, trafen sich die Mühlviertler im italienischen Como mit einem potenziellen Käufer.

Kleine Scheine

Dort nannte der seriös wirkende Geschäftspartner ein kleines lukratives Zusatzgeschäft als Bedingung für den Wirtshauskauf. Für den Wechsel von großen Euro-Scheinen gegen kleine sollten die Oberösterreicher sogar zehn Prozent Provision erhalten. Diese dubiose Geschäftspraxis hätte das Paar bereits stutzig machen können. Doch die beiden stiegen auf das Geschäft ein und vereinbarten einen neuen Termin in Italien .

Zur beabsichtigen Kaufvertragsabwicklung am 10. April in Bergamo nahmen die Verkäufer auch gleich 112.000 Euro Erspartes in bar mit, um das vereinbarte Tauschgeschäft nebenbei abzuwickeln.

Der Käufer hatte dieses Mal für den Deal einen Boten geschickt. Der nahm den zwei Mühlviertlern das Geld geschickt ab und übergab ihnen Falschgeld. Als die beiden bemerkten, dass sich in ihrer Tasche nur kopierte farbige Geldscheine befanden, war der Bote bereits in unbekannte Richtung verschwunden. Auch von der zugesagten Anzahlung für den Wirtshauskauf sah das Ehepaar keinen Cent.