Chronik/Niederösterreich/Sankt Pölten

Mehr Radwege und mehr Tempo-30-Zonen in St. Pölten geplant

Das Thema Verkehr sorgt in der Landeshauptstadt immer wieder für intensive Diskussionen. Die einen kritisieren, dass im Zentrum St. Pöltens viel zu viele Autos unterwegs sind, die anderen würden sich noch viel mehr Parkplätze wünschen.

Wo die Reise tatsächlich hingeht, hat am Dienstag Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) skizziert.

Seit zwei Jahren beschäftigen sich die Experten im Rathaus nun schon mit der Weiterentwicklung des Fuß- und Radverkehrs, nun liegt der Masterplan auf dem Tisch.

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Die Zielsetzung ist eindeutig: In den kommenden zehn Jahren sollen sich der Autoverkehr hin zu Fuß- und Radwege verändern, dieser Wert soll um 13 Prozent steigen, berichtet Projektleiter Manuel Hammel.

Deshalb muss auch das Angebot für jene, die mit dem Bike unterwegs sind, ausgebaut werden. Geplant ist unter anderem ein Radschnellweg nach Wilhelmsburg, der Ausbau der Mühlbachroute, zudem will man den Traisentalradweg noch attraktiver gestaltet werden.

Vorrang sollen auch die Fußgänger bekommen. Neue Gehsteige werden entstehen, Querungen verbessert und mit zusätzlichen Tempo-30-Zonen die Autofahrer eingebremst. „Wir sind eine Stadt der kurzen Wege“, betonte Stadler. Zudem wollen wir die Klimaziele erreichen, da ist die Mobilität ein entscheidender Faktor.“

Wie sehr das Thema die Menschen bewegt, weiß auch Verkehrsplaner Michael Szeiler. Laut seinen Angaben machten mehr als 2.000 Bürger bei einer Online-Befragung mit, viele Wünsche sollen in den kommenden Jahren nun tatsächlich in die Tat umgesetzt werden.