Chronik/Niederösterreich

Minister-Lokalaugenschein: Wildnis als Schutz vor Hochwasser

Die Hitze war teilweise unerträglich. Dennoch ließen sich am Montag Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) und Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) nicht davon abbringen, mit Feuerwehr-Booten einen Lokalaugenschein auf der Donau zu unternehmen. Abgefahren wurde der Fluss im Gebiet von St. Lorenz in der Wachau, um den neu angebundenen Nebenarm bei Rührsdorf-Rossatz zu begutachten. Dieser Donau-Nebenstrang ist Teil des Projektes „LIFE+ Auenwildnis Wachau“, das 2015 gestartet wurde, um dieses Naturjuwel zu schützen und nachhaltig weiterzuentwickeln.

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Präsentiert wurde das Projekt von Hans-Peter Hasenbichler, Geschäftsführer der „viadonau“, die mit der Umsetzung beauftragt ist. Ziel ist die Wiederherstellung des „guten ökologischen Zustands“ in der freien Fließstrecke, die Rückkehr der Auenwildnis. Im Hinblick darauf, dass die rund 40 Kilometer zwischen den Städten Melk und Krems ein Natura-2000-Gebiet sind und dass die Wachau zum UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe erhoben worden ist.

In der Umsetzung bedeutet es, heimische Pflanzenarten wie die Schwarzpappel zu schützen und dafür gebietsfremde Arten wie Eschenahorn oder Robinie auf der Schönbühler Insel konsequent zu entfernen. Für die Amphibien wurde ein „Schutzkonzept Wachau“ erstellt, das zum Beispiel die Schaffung von Tümpeln für Teichmolche, Unken und Springfrösche beinhaltet.

Zahlreiche Partner

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An dem Projekt sind neben dem Ministerium und dem Land auch der Fischereiverband und die Region beteiligt. Außerdem wird es zu 50 Prozent von der EU kofinanziert. Insgesamt werden mehrere hundert Millionen Euro investiert.

Für den Hochwasserfall soll der neu geschaffene Retensionsraum in Zukunft in der Wachau mehr Sicherheit bieten. Minister Norbert Hofer zu dem LIFE-Projekt: „So kreieren wir sichere Zukunftsperspektiven für die Natur ebenso wie für Mensch und Wirtschaft im einzigartigen Umfeld Donau.“ Ähnlich sieht es Landes-Vize Stephan Pernkopf: „Nur wenn wir diese vielfältige Naturregion weiterhin nah am Fluss und seiner Natur entwickeln, können wir ihre Schönheit und ihren großen Wert für Mensch und Natur langfristig erhalten.“