Wissen/Gesundheit

Long Covid: Was ein Blick ins Auge verraten kann

Ein Team des Universitätsklinikums Erlangen konnte nachweisen, dass bei einem Teil der Long-Covid-Betroffenen die Durchblutung der Netzhaut gestört ist. Die Forscher und Forscherinnen gehen nun davon aus, dass die verminderte Durchblutung im Auge eine Störung in den kleineren Gefäßen des gesamten Körpers widerspiegeln könnte.

Sie berichten im International Journal of Molecular Sciences von der Untersuchung an 42 Long-Covid-Patienten und sechs gesunden Kontrollprobanden. Nur Long-Covid-Erkrankte, bei denen sogenannte Autoantikörper gegen G-Protein-gekoppelte Rezeptoren nachweisbar waren, konnten an der Studie teilnehmen. Das Ergebnis sagt demnach nur etwas über diese Untergruppe von Long-Covid-Betroffenen aus.

Verminderter Blutfluss

Der Blutfluss in der Netzhaut wurde mittels der sogenannten OCT-Angiografie gemessen. Dabei zeigte sich, dass der Blutfluss bei den an Long Covid Erkrankten gegenüber den gesunden Teilnehmenden vermindert war. Dies war laut Studie bei den erkrankten Frauen ausgeprägter als bei den Männern. Wie Autoantikörper und Blutzirkulation zusammenhängen, ist noch unklar.