Wirtschaft

Großkunden bescheren Microsoft Umsatzschub

Microsoft profitiert davon, dass heimische Top-Konzerne wieder mehr in ihre IT-Ausstattung investieren. Der US-Softwarekonzern konnte im abgelaufenen Halbjahr (Juli bis Dezember 2012) nach eigenen Angaben seinen Österreich-Umsatz um 8,1 Prozent steigern. Der gesamte heimische Softwaremarkt wuchs im Vorjahr um 4,1 Prozent. Schätzungen von Marktbeobachtern zufolge setzt Microsoft über Handelspartner in Österreich rund 400 Millionen Euro um, das Unternehmen selbst gibt keine Länderkennzahlen bekannt.

Die Zahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht auf 340 erhöht, der Frauenanteil beträgt 25 Prozent. Microsoft arbeitet in Österreich mit 5500 Partnerunternehmen zusammen. „Wir entwickeln uns vom Software-Unternehmen hin zum Service- und Devices-Anbieter“, kommentierte Microsoft-Österreich-Chef Georg Obermeier die Zahlen. So macht der Geschäftsbereich Server bereits 30 Prozent des Umsatzes aus und weist mit 21 Prozent auch das größte Wachstum auf. 47 Prozent werden mit der Bürosoftware Office erwirtschaftet und nur noch 13 Prozent des Umsatzes entfällt auf den Windows-Bereich. Hier war auch das Wachstum mit sechs Prozent am geringsten.

Browsermarkt

Erst in der Vorwoche wurde Microsoft von der EU-Kommission zu einer halben Milliarde Euro Bußgeld verurteilt, weil der Konzern seinen Kunden nicht wie zugesagt verschiedene Internet-Browser zur Auswahl gestellt hatte.

Die Dominanz am Browser-Markt ging inzwischen verloren. EU-weit hat sich der Marktanteil von Microsofts Internet Explorer auf 24 Prozent halbiert. Für Österreich bezifferte Microsoft den Marktanteil mit 34 Prozent.