Wirtschaft

Casinos Austria: Aufsichtsrat beschließt Restrukturierungskonzept

Bei den Casinos Austria fand am Mittwoch, 8. Juli, ein Sonderaufsichtsrat zum größten Restrukturierungsprogramm in der Geschichte des teilstaatlichen Konzerns statt. Der Aufsichtsrat der Casinos Austria AG ist dem Vorschlag des Vorstandes für die Umsetzung eines weitgehenden Restrukturierungskonzepts gefolgt. Das Paket namens ReFIT beinhaltet auch einen Personalabbau. Der KURIER berichtete mehrfach.

Massiv getroffen

Nach dem Sonder-Aufsichtsrat wurden Zahlen noch nicht offiziell genannt, doch werden rund 500 Jobs gestrichen. Das geht aus einer Mitteilung der Casinos Austria von Mittwochnachmittag hervor. 1.200 Arbeitsplätze sollen "gerettet werden". Die Casinos haben im Inland derzeit noch rund 1.700 Vollzeitstellen.

„Wie viele andere Unternehmen wurde auch Casinos Austria massiv von der Corona-Krise getroffen, wodurch ein rasches und verantwortungsvolles Agieren des Vorstandes, des Aufsichtsrates und der Eigentümer notwendig wurde“, sagt Generaldirektorin Bettina Glatz-Kremsner.

Doch auch bereits vor der Corona-Krise war wegen der geänderten Rahmenbedingungen in den Casinos und auch in der Zentrale und nicht zuletzt wegen des Rauchverbots deutlicher Handlungsbedarf gegeben.

Kostenreduktion

„Es geht weder um Politik noch um die Nationalität der Aktionäre. Es geht nicht um Gewinnmaximierung, sondern um die Vermeidung zukünftiger Verluste. Es geht um die Rettung eines Unternehmens, das sich aufgrund seiner Struktur und der veränderten Welt in einer außerordentlich schwierigen Situation befindet“, sagt Glatz-Kremsner.

Casinos sollen nicht verkauft werden, sondern für die Zukunft fit gemacht werden. Die Eckpunkte des Restrukturierungskonzepts sind die Sicherstellung der Profitabilität, Einsparung von insgesamt über EUR 40 Millionen durch Reduktion von Sach- und Personalkosten, strategische Neuausrichtung und Redimensionierung einzelner Casino-Standorte sowie die Reduktion der Anzahl der Mitarbeiter und der durchschnittlichen Gehaltskosten.