Wirtschaft

Bauernbund erwartet bei ungeregelten Brexit "dramatische Folgen"

Die heimischen Bauernvertreter warnen vor einem ungeordneten Ausstieg Großbritanniens aus der EU am 29. März. "Ein ungeregelter Brexit hätte für die Landwirtschaft dramatische Folgen", so Bauernbund-Präsident und ÖVP-Landwirtschaftssprecher Georg Strasser am Freitag in einer Aussendung. Dies hätte drastische Auswirkungen für den Rindfleisch- und Milchmarkt.

"Nur Verlierer"

Wenn Großbritannien als Abnehmer ausfällt, würde Irland mit ihren Fleisch- und Milchprodukten auf den europäischen Markt drängen, erwarten die heimischen Bauernvertreter. Das Überangebot würde wohl zu einem deutlichen Preisrückgang am EU-Markt führen. "Darum muss man alles daran setzen, dass es zu einem geordneten Ausstieg mit verbindlichen Regelungen kommt, sonst würde es nur Verlierer geben", so der Bauernbund-Chef.

Der Brexit-Chefverhandler der EU, Michel Barnier, war gestern, Donnerstag, in Wien zu Gast und traf Nationalratsabgeordnete zu einer parlamentarischen Aussprache. "Eine Verlängerung kann technisch sein, um dem britischen Parlament die Zeit zu geben, ein Gesetz für die Umsetzung des Austrittsvertrags zu verabschieden. Wenn das nicht der Fall ist, dann müssen wir uns fragen, wozu soll die Verlängerung dienen", sagte Barnier.