Wirtschaft

Auswirkungen der Coronapandemie belasten Henkels Klebstoff-Geschäft

Der deutsche Konsumgüterkonzern Henkel bekommt die wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie zu spüren. Vor allem das Geschäft der wichtigen Klebstoff-Sparte brach im ersten Quartal ein, wichtige Abnehmerindustrien wie die Autobranche sind in der Krise.

Das Geschäft mit Waschmitteln brummte dagegen. Insgesamt ging der Umsatz im ersten Quartal organisch um 0,9 Prozent zurück, nominal schrumpften die Erlöse um 0,8 Prozent auf 4,9 Mrd. Euro. "Wir haben im ersten Quartal insgesamt eine robuste Umsatzentwicklung erzielt", erklärte Konzernchef Carsten Knobel am Montag in Düsseldorf.

In der größten Henkel-Sparte, dem Geschäft mit Klebstoffen, sank der Umsatz um 4,3 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro. Bei Kosmetikprodukten schrumpften die Erlöse um 2,6 Prozent. Bei Waschmitteln verbuchte Henkel dagegen ein Umsatzplus von 5,3 Prozent.

Henkel hatte bereits Anfang April die Prognose für das laufende Geschäftsjahr über Bord geworfen. Vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie sei eine zuverlässige und realistische Einschätzung der zukünftigen Geschäftsentwicklung derzeit nicht möglich, hatte der Hersteller von Persil-Waschmittel, Schwarzkopf-Shampoo und Pattex-Klebstoff erklärt.

Auch Konkurrent Beiersdorf hatte die Prognose zurückgezogen. Beiersdorf hatte im ersten Quartal einen Rückgang des organischen Umsatzes von 3,6 Prozent verzeichnet, vor allem das Klebstoffgeschäft rund um Tesa verbuchte deutliche Einbußen.