Leben/Mode & Beauty

Putin und Medwedew sind eitler als gedacht

Als Wladimir Putin diese Woche zu den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland am Roten Platz in Moskau erschien, trug der russische Präsident wie immer einen Anzug. Darüber hatte der 64-Jährige einen Klassiker der Männermode, einen schwarzen Kurzmantel, angezogen. Wie bei vielen anderen offiziellen Terminen war auch dieses Mal Dimitri Medwedew an seiner Seite.

Doppeltes Lottchen

Ob Zufall oder nicht: Auch der Premier hatte sich für einen auffallend ähnlichen Kurzmantel entschieden – mit dem einzigen Unterschied, dass dieser dunkelblau und mit einem Fellkragen verziert war.

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Es ist nicht das erste Mal, dass die beiden Politiker als doppeltes Lottchen auftreten. Zu Ostern trafen sich die beiden Männer in der Kathedrale in Moskau. Putin trug eine rote Krawatte, Medwedew ebenso. Die Ehefrau des Premiers Svetlana, die in der Mitte saß, passte mit ihrem roten Kleid perfekt ins Bild.

Selbst vor Ausflügen in arktische Regionen werden die Outftis zuvor genau aufeinander abgestimmt. Ende März machten sich Putin und Medwedew auf den Weg ins Franz-Josef-Land, welches zu Russland gehört und knapp unter dem Nordpol liegt.

Unter anderem unterhielt man sich mit Umweltschützern, die dort Müll aus der Sowjetzeit entfernen und begutachtete eine Gletscherspalte, in der Wissenschaftler den Permafrostboden untersuchen. Was zieht man an so einem Ort an, wenn man der mächtigste Mann Russlands ist? Natürlich eine dicke Daunenjacke mit Pelzkragen, Wappen und dem eigenen Namen. Für den Premier wurde das gleiche Stück angefertigt.

Natürlich ist das eine recht oberflächliche Betrachtungsweise der Politik. Dass Putin ein sehr eitler Mann ist, lässt sich dennoch nicht leugnen. Oder kennen Sie ein anderes Staatsoberhaupt, dass sich mit nacktem Oberkörper beim Angeln fotografieren lässt?